Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 539 Millionen Schweizer Franken, wie der Heizungs- und Lüftungshersteller Zehnder am Freitag mitteilte. In Europa, wo das Aargauer Unternehmen mit 87 Prozent den Grossteil seines Umsatzes generiert, belief sich der Erlös auf rund 466 Millionen Franken. Dies entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis und liegt damit deutlich unter den eigenen Erwartungen.

Besonders in den wichtigen Märkte Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz haben die Kunden weniger Heizkörper nachgefragt. Aufgrund des warmen Wetters in den Herbstmonaten und weil Kunden vermehrt preiswertere Modelle bevorzugt haben, sind die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte eingebrochen.

Geschäft in China und Nordamerika zieht an

Zudem dämpfte das schwache Pfund in Grossbritannien die Nachfrage. Insgesamt sind die Verkäufe europaweit um 3 Prozent geschrumpft. Erfreulich entwickelte sich hingegen das Geschäft mit Lüftungen. Dieses Segment verzeichnete ein Wachstum von 5 Prozent.

Auch in den Märkten China und Nordamerika gibt es Lichtblicke. Dort steigerte das Unternehmen den Umsatz auf rund 72 Millionen Franken. Während in China das Geschäft mit Lüftungen gut lief, führte in Nordamerika eine rund laufende Baubranche sowie der kürzliche Kauf der kanadischen Gesellschaft dPoint Technologies zu einem Umsatzplus.

Dennoch erwartet die Gruppenleitung aufgrund des schlechten Geschäftsgangs in Europa ein operatives Ergebnis erheblich unter den angestrebten 30 Millionen Euro, wie es in der Mitteilung heisst. Dabei ist der positive Effekt aus dem Verkauf der Produktionsstätte in China von knapp 40 Millionen Euro nicht inbegriffen. Um die Profitabilität zu steigern, will Zehnder nun punktuell Restrukturierungen vornehmen.