Daher hat der Regierungsrat vier Untersuchungsgebiete für den Materialabbau zur langfristigen Rohstoffsicherung aus dem Richtplan gestrichen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Damit setzte der Regierungsrat um, worauf sich die Gemeinden Auenstein, Schinznach und Veltheim zuvor mit der Jura Cement geeinigt hatten. Es geht um die Gebiete "Hard", "Grund", "Homberg" und "Bäumer".

In diesen Gebieten waren Probebohrungen vorgesehen gewesen. Diese stiessen bei Gemeinden, Privaten und Organisationen auf teilweise grossen Widerstand.

Die zurzeit bewilligten Rohstoffreserven reichen der Zementfabrik in Wildegg für den Bedarf von acht bis zehn Jahren. Das Unternehmen sei darauf angewiesen, in absehbarer Frist eine neue Abbaubewilligung zu erhalten, heisst es in der Medienmitteilung.

Mit der ersatzlosen Streichung der Untersuchungsgebiete aus dem Richtplan entstehe eine gute Ausgangslage für eine einvernehmliche Rohstoffsicherung am Standort "Jakobsberg-Egg" für weitere zwei bis drei Jahrzehnte.

Die Jura-Cement-Fabriken AG beschäftigt in Wildegg 230 Mitarbeitende. Im Werk werden pro Jahr 440'000 Kubikmeter Kalkstein und Mergel zu Zement verarbeitet. Dies entspricht 18 Prozent der Schweizer Zementproduktion.