Eurovision Song Contest
Aargauer ESC-Kandidat probiert es solange, bis ihm die Lieder ausgehen

Seit Montagmorgen heisst es auf dem Eurovision Internetportal: Abstimmen für die Lieblinge! Zur Auswahl steht auch Aargauer Künstler Carlos Santoo, der es schon zum zweiten Mal versucht. Dieses Mal mit dem autobiografisch angehauchten Lied «Mama».

Melanie Su
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Carlos Santoo_Mama
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Hinter Carlos Santoo steckt der Buchser Musiker Stefan Nietlisbach.
Auch mit dabei: Sabine Siegrist am Saxophon.

Carlos Santoo_Mama

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Alle Jahre wieder: Stefan Nietlisbach alias Carlos Santoo aus Buchs versucht es dieses Jahr schon zum zweiten Mal am Eurovision Song Contest für die Schweiz anzutreten. Seine Strategie ist dieses Mal jedoch anders. Im letzten Jahr schickte er noch zwei Spass-Songs ins Rennen, nun schlägt er ernstere Töne an.

«Mama» heisst sein Lied, und handelt vom Streben eines Sohnes, sich seinen Traum von der Musik zu erfüllen. «Das Lied ist auch autobiografisch», erklärt der 57-jährige Buchser. Der Musik- und Klavierlehrer, der in allerlei Musikprojekten seine Finger im Spiel hat, ist stolz auf sein Lied. «Ich habe viel Herzblut hineingesteckt. Der Song existiert schon lange und nun hatte ich die Gelegenheit, ihn zu veröffentlichen. Ich möchte viele Generationen ansprechen und ich glaube, der Song hat das Potential dazu.»

Er und 14 weitere Aargauer wollen am diesjährigen Eurovision Song Contest mitmischen. Seit diesem Montag kann im Internet abgestimmt werden. Die Auserwählten - bestimmt von einer Mischung aus Internetwählern und einer Jury - dürfen im Schweizer Fernsehen in der grossen Entscheidungsshow auftreten.

Was er von Schweizer Konkurrenz hält

Er habe noch nicht allzu viele Beiträge seiner Konkurrenz gesehen. «Es sind dieses Jahr viele ausländische Beiträge dabei. Einige Songs sind perfekt produziert, mit professionellen Videos. Ich glaube und hoffe es steht aber immer noch die Musik im Vordergrund.»

«Ich verstehe nicht, warum die Schweizer nie lustigen Nummern eine Chance geben.» Letztes Jahr hatte Stefen Nietlisbach noch grosse Hoffnungen mit seinen witzigen Liedern ins Schweizer Finale zu kommen. Es hat leider nicht geklappt. Deshalb hat er dieses Mal nicht mehr so hohe Erwartungen. «Ich wäre schon sehr zufrieden, in die letzte Entscheidungsrunde zu kommen. Mein Lied trifft ein Thema und ist kein langweiliger Love-Song.»

Damit es klappt, hat er sich ausserdem junge weibliche Verstärkung geholt: In seinem Lied wirken Saxophonistin Sabine Siegrist und Sängerin Laila Aviolat mit. Die beiden würden ihn bei einem Auftritt zum SF begleiten.

Ob er nun jedes Jahr dabei sein wird? So lange er noch Ideen für Lieder habe, kann er es sich gut vorstellen wieder mitzumachen. Ihm gefalle das aktuelle, unkomplizierte Konzept: Video hochladen und man ist dabei!