Badeunfall

Aare-Drama: Der ertrunkene Inder treibt jetzt irgendwo im Fluss

Die Zurlindeninsel ist offizielles Naturschutzgebiet und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die Zurlindeninsel ist offizielles Naturschutzgebiet und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Der 31-jährige Inder, der am frühen Samstagabend in der Aare schwimmen ging, bleibt vermisst. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass der Mann in der Strömung ertrunken und dann mitgerissen worden ist.

Die Suche nach dem Inder blieb bis anhin erfolglos, sagt Mediensprecher Bernhard Graser. Der Schwimmer sei nirgends aufgetaucht. Deshalb gehe man von einem tödlichen Unfall aus. «Erfahrungsgemäss melden sich Schwimmer bei der Polizei, wenn sie wieder auftauchen.» Der ertrunkene Inder treibt jetzt irgendwo in der Aare. In den nächsten Tagen wird er wohl wieder auftauchen, wenn er nicht im Unterholz, in Ästen oder in einem Rechen eines Kraftwerks hängen bleibt, sagt Graser. Wasserleichen seien ein übler Anblick. «Durch die Gase werden die Leichen oft aufgeblasen.»

Schwimmer nach Badeunfall in der Aare vermisst

Schwimmer nach Badeunfall in der Aare vermisst

Der 31-jährige Inder aus dem Kanton Bern hielt sich am Samstagabend mit zwei Kollegen auf der Zurlindeninsel in Aarau auf. Als sie baden gingen, verliessen den Mann seine Kräfte und er wurde wegschwemmt. Der Polizeisprecher geht davon aus, dass der Mann in der Strömung unterging und fortgetrieben wurde, während sich seine Begleiter an Land bringen konnten. Zur Rettung zog die Polizei ein Feuerwehrboot und einen Helikopter der Kantonspolizei Zürich bei. Um 20.30 Uhr musste die Suche jedoch eingestellt werden.

Im Aargau ist dies der erste Badeunfall in einem Fluss, der tödlich endete. Erst Ende Juni lancierte der Kanton die Sicherheitskampagne «Keine Haie in unseren Flüssen»: Mit Plakaten werden die Freizeitsportler auf die Gefahren an und auf Flüssen aufmerksam gemacht.

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