Aarau/Unterentfelden
Corona in den Schulen: Auch nach der Quarantäne wird es nicht ganz vorbei sein

Ab Montag soll es wieder Unterricht geben im Aarauer Gönhardschulhaus. Wegen der unterschiedlichen Inkubationszeit kann man aber nicht auszuschliessen, dass die Kinder das Virus dann noch in sich tragen.

Daniel Vizentini
Merken
Drucken
Teilen
Mehrere hundert Primarschüler gehen im Aarauer «Göni» in die Schule.

Mehrere hundert Primarschüler gehen im Aarauer «Göni» in die Schule.

Urs Helbling

Die ganze Primarschule und der Kindergarten im Aarauer Gönhard-Quartier sind seit Dienstag in Quarantäne. Nach den letzten Informationen des Kantons am späten Mittwochabend waren 15 Schulkinder mit Corona infiziert, 11 davon mit Virusmutationen. 343 Kinder seien in Quarantäne, aber offenbar keine Lehrperson, sagt der Kanton. Am Abend vorher hiess es noch: «Zirka 500 Kinder und 13 Lehrpersonen.»

In Unterentfelden sind nach mindestens drei positiven Covid-19-Fällen 84 Kinder in Quarantäne, die in der Kita Äntenäscht, der dortigen Spielgruppe und Mittagstisch verkehren. Diese überschneiden sich mit den 48 Kindern der drei Kindergärten Feld 1, 2 und 3, die laut Kanton in Quarantäne sind.

Die unterschiedlichen Informationen führten zu Verunsicherungen bei den Eltern. Stand jetzt soll das Gönhardschulhaus laut Kanton ab Montag, 8. März, wieder Präsenzunterricht erteilen. Wegen der jeweils unterschiedlichen Inkubationszeit sei es aber kaum möglich, zu einem Zeitpunkt genau zu sagen, wer infiziert ist und wer nicht, so der Kanton. Es ist deshalb nicht auszuschliessen, dass am Montag das eine oder andere Kind das Virus doch noch trägt.

Eine Quarantäne dauert nach Bundesvorgaben eigentlich zehn Tage, sie kann aber mit einem negativen Test ab dem siebten Tag verkürzt werden. Theoretisch müssten die Kinder sieben Tage nach dem letzten Kontakt an der Schule nochmals negativ getestet werden, um aus der Quarantäne rauszudürfen.

Zum Test aufgeboten wurden nur die Kinder der 1. bis 4. Klassen. Die der 5. und 6. nicht, da dort eine Maskenpflicht galt, die das Infektionsrisiko verringere, sagt der Kanton.