Von den 293 Stimmberechtigten, die an der Winter-Gmeind teilnahmen, votierten lediglich 6 gegen den Antrag des Stadtrates, 7 enthielten sich. Mit den bewilligten 910 000 Franken wird die Überbauung des Wohnfeldes 2 geplant. Basierend auf einer Studie des Aarauer Architekturbüros Ernst Niklaus Fausch sollen bis im Sommer 2018 im östlichen Scheibenschachen weitere 31 Wohnungen entstehen. Zum Projekt gehört auch das unter Denkmalschutz stehende Schützenhaus von 1924, dessen künftige Rolle noch nicht klar ist. Es könnte sich, so die Anregung von Ex-Stadträtin Judith Jean-Richard, als Integrations-Plattform für das gesamte Scheibenschachen-Quartier eignen, ähnlich wie das bestehende Gemeinschaftszentrum in der Telli.

Investition von 17 Millionen

Über den Baukredit von geschätzten 17 Millionen Franken entscheiden die Ortsbürger vermutlich erst im Juni 2016. Was mit den restlichen vier Parzellen in der Aarenau geschehen soll, wird Gegenstand einer Vorlage sein, die bereits an der Sommer-Gmeind im kommenden Jahr auf der Traktandenliste steht.

Der ehemalige Stadtrat Gérald Erne regte an, das Augenmerk im Sinne einer «sozialen Durchmischung» auch auf die Erstellung von preisgünstigem Wohnraum zu legen. Einen leichten Investitionsdämpfer setzte Stadtpräsidentin Jolanda Urech mit dem Hinweis, dass die Ortsbürgergemeinde Aarau als Folge eines aussergerichtlichen Vergleichs satte 2,3 Millionen Franken an die Beseitigung von Altlasten auf dem Areal der ehemaligen Zementfabrik zu leisten hat.

Offen ist noch immer das künftige Bewirtschaftungsmodell des ortsbürgerlichen Bauernpachtgutes Binzenhof. Zur Diskussion stehen laut einem Fachgutachten der Agrofutura AG drei Hauptbetriebsausrichtungen, nämlich Milchwirtschaft, Mutterkuhhaltung oder reiner Ackerbaubetrieb. Laut Stadtpräsidentin ist als nächster Schritt eine öffentliche Informations- und Mitwirkungsveranstaltung angesetzt, die am Donnerstag, 8. Januar 2015, von 19 bis 21 Uhr in der Aula der Neuen Kantonsschule an der Schanzmättelistrasse stattfinden wird.