Aarau
Aaraus neue Stadtpräsidentin befürchtet mehr Verkehr wegen Park-App

Die neue Parkplatz-App ist praktisch – aber sie könnte mehr Verkehr generieren. Das fürchtet zumindest die Aarauer Verkehrs-Stadträtin und designierte Stadtpräsidentin, Jolanda Urech.

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Stadträtin Jolanda Urech bezeichnet das nun in Aarau lancierte Angebot als ein «zweischneidiges Schwert». Die App, die für Autofahrer auf Parkplatzsuche sicher nützlich sei, drohe übergeordnete politische Ziele zu unterlaufen. Die Stadt beschränkt seit einiger Zeit bei Baubewilligungen die Parkplätze, um den Autoverkehr zu drosseln und die Bevölkerung zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen. Wenn bestehende private Parkplätze mit der App intensiver genutzt würden, sei eine Verkehrszunahme zu erwarten, so Urech. «Jedes Auto, das irgendwo parkiert ist, war vorher ein fahrendes Auto.»

Aus diesem Grund steht die Stadträtin auch einer möglichen Zusammenarbeit mit den Entwicklern der App zurückhaltend gegenüber; denkbar wäre etwa eine Integration der Daten des städtischen Verkehrsleitsystems in die App. Auch eine eigene Onlineanwendung der Stadt mit diesen Daten ist nicht geplant. Allerdings sei nichts in Stein gemeisselt, so Urech. Man wolle ohnehin bald Bilanz ziehen über das Parkleitsystem, das vor fünf Jahren eingeführt wurde. Dabei könnten auch neue Ideen diskutiert werden. (gu)