Challenge League
Aaraus Jungtalent Romano hat endlich den Schweizer Pass

Langeweile wird bei Aaraus Talent Daniele Romano nicht aufkommen. Der 19-jährige Mittelfeldspieler, der auf diese Saison hin vom FC Wohlen zum FC Aarau gewechselt hat, ist nun auch im Besitz des Schweizer Passes.

Ruedi Kuhn
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Daniele Romano vom FC Aarau mit dem neuen Schweizer Pass im Brügglifeld. Alexander Wagner

Daniele Romano vom FC Aarau mit dem neuen Schweizer Pass im Brügglifeld. Alexander Wagner

Daniele Romano ist im Stress. Heute ist er mit dem FC Aarau im Fernsehspiel in Bellinzona im Einsatz. Morgen fliegt er zusammen mit Teamkollege Roman Buess von Kloten nach Warschau, am Mittwoch findet ein Testspiel der Schweizer U20-Auswahl gegen Polen statt und am Donnerstag folgt die Rückreise in die Schweiz. Und am übernächsten Mittwoch geht in Bellinzona ein weiterer prestigeträchtiger Test gegen Italien über die Bühne: Langeweile wird beim 19-jährigen Mittelfeldspieler in nächster Zeit nicht aufkommen.

Glücklicherweise fehlt es ihm nicht am nötigen Kick. Nach einer Wartezeit und Geduldsprobe von mehr als einem Jahr ist Romano seit wenigen Tagen im Besitz vom Schweizer Pass. Dank dem kleinen roten Büchlein mit dem weissen Kreuz steht seiner internationalen Karriere nichts mehr im Weg.

«Stolz, Schweizer zu sein»

«Ich bin stolz, Schweizer zu sein», sagt Romano. «Dass ich dieses Land als Fussballer repräsentieren darf, ist eine grosse Ehre für mich.» Momentan zählt der Techniker zum Kader der U20, die vom früheren FCACoach Martin Trümpler trainiert wird. In Zukunft kämpft der junge Mann also an zwei Fronten. «Ich nehme einen Schritt nach dem andern», sagt Romano. «Fürs Erste will ich mit dem FC Aarau den Spitzenkampf gegen Bellinzona gewinnen.»

Nach den Siegen gegen Winterthur (3:1) und gegen Lugano (3:1) steht Romano im Stadio Comunale zum dritten Mal in Folge in der FCA-Startformation. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit dem neuen Bellinzona-Trainer Francesco Gabriele. «Francesco war mein Trainer im Team Aargau U18», sagt Romano. «Vom ihm habe ich viel gelernt. Es ist ein komisches Gefühl, dass er als Trainer auf der Gegenseite steht.»

Mehr Qualität als Wohlen

Für Romano war der Transfer vom FC Wohlen zu Aarau auf diese Saison hin ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg nach oben. Der 1,75 Meter grosse und 68 Kilogramm schwere Techniker nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt: «Der FC Aarau hat bezüglich Einzelspieler und Kollektiv mehr Qualität als Wohlen. Ich bin voll gefordert und muss Tag für Tag um einen Stammplatz kämpfen.» Klare Worte. Dass FCA-Trainer René Weiler auf junge Spieler setzt, kommt Romano zugute. Mit Joël Mall, Silvan Widmer, Olivier Jäckle und Romano stehen gegen Bellinzona gleich vier Talente in der Startelf. Romano hat beim FC Aarau einen Vertrag bis 2015. Vielleicht spielt der junge Mann in drei Jahren aber längst im Ausland. Rechtsverteidiger Widmer lässt grüssen.