Aarau
Aaraus Aussenquartiere lassen sich bequem mit dem Bus erkunden

Seit Samstag figuriert eine neue Stadtführung im Angebot der Stadt: eine einstündige Busrundfahrt durch die Quartiere. Am MAG lud aarau.info zur ersten Rundfahrt. Von Stadtführerin Agnes Henz erfuhren die 20 Teilnehmer Spannendes.

Fabio Baranzini
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Aarau und Umgebung mit dem Bus erkunden
11 Bilder
Chauffeur Beat Lienhard (rechts) und Stadtführerin Agnes Lenz (Mitte) mit einem Mitarbeiter der AAR Bus und Bahn vor dem Bus.
Stadtführerin Agnes Henz versorgte die Teilnehmer mit Informationen.
Chauffeur Beat Lienhard während der Fahrt.
Blick durch den Rückspiegel.
Die Teilnehmer der ersten öffentlichen Aarauer Busrundfahrt.
Blick auf die Kirche der Stadt Aarau.
Vorbeifahrt am Aarauer Regierungsgebäude.
Perspektive des Chauffeurs beim Staffeleggzubringer.
Der Fuchswinkel in Aarau Rohr zieht am Fenster vorbei.
Die Teilnehmer bestaunen die „Staumauern“ des Telliquartiers.

Aarau und Umgebung mit dem Bus erkunden

Fabio Baranzini

Jede grössere Stadt, die etwas auf sich hält, bietet Stadtführungen und verschiedene Rundgänge an. Da darf natürlich die Aargauer Kantonshauptstadt nicht fehlen, zumal sie ja mit der schmucken Altstadt, dem Obertorturm, dem Regierungsgebäude und der Aare auch einiges zu bieten hat. Es überrascht daher nicht, dass es in Aarau seit vielen Jahren Stadtführungen gibt. Interessierte haben in Aarau jedoch fast schon die Qual der Wahl, denn es stehen nicht weniger als 15 verschiedene öffentliche Stadtführungen im Angebot von aarau.info. Für Kinder, für Senioren, mit Apéro oder ohne, auf dem Fahrrad oder zu Fuss - für jeden ist etwas dabei. Am Samstag feierte nun die 16. Stadtrundgangs-Variation ihre Premiere: die Aarauer Busrundfahrt.

Wieso braucht Aarau noch eine weitere Stadtführung und was ist das Ziel dieser gut einstündigen Rundfahrt? «Wir wollten unser Angebot erweitern und haben uns daher entschieden, zum ersten Mal eine Stadtführung zu machen, die auch aus der Stadt raus geht», erklärt Esther Schmid, Leiterin von aarau.info. Die neue Rundfahrt rückt die vielen unterschiedlichen Aarauer Quartiere ins Zentrum. Schmid erhofft sich, dass gerade auch ältere Leute, «die nicht mehr so gut zu Fuss sind, das neue Angebot nutzen und so die Chance erhalten, aus dem Bus heraus zu sehen, wie sich die Quartiere in den letzten Jahren verändert haben.»

Anlässlich der MAG startete die erste öffentliche Aarauer Busrundfahrt in der Kasinostrasse. In Zukunft wird jedoch der Bahnhof den Anfang der Strecke markieren. Die gut 20 Plätze waren schnell besetzt und Chauffeur Beat Lienhard manövrierte den Bus über die Bahnhofstrasse zum Gais Center und von dort durch die beiden altehrwürdigen Aarauer Quartiere Goldern und Zelgli. Stadtführerin Agnes Henz, die gemeinsam mit einer Kollegin die neue Rundfahrt konzipiert hatte, versorgte die Teilnehmer laufend mit Informationen. Historische Anekdoten, Informationen zur Architektur und Unterschiede in der Bauweise von früher und heute kamen dabei genauso zur Sprache wie Anmerkungen zu anstehenden Bauprojekten wie dem Fussballstadion, der Kunsteisbahn oder der Kettenbrücke.

Vom Zelgli gings in den Aarauer Schachen, über die Kettenbrücke und dann via Rombach und Biberstein in den neuen Stadtteil Aarau Rohr. Den Teilnehmern - bis auf einige Ausnahmen vorwiegend älteren Semsters - schiens zu gefallen. Interessiert lauschten sie den Ausführungen von Henz, schauten, wie Gebäude und Landschaften am Fenster vorbeizogen, und verfolgten die Route auf den ausgeteilten Karten. Dann setzte der Bus zur letzten Schlaufe an und kehrte über Buchs via Telli zurück zum Ausgangspunkt.

Stadtführerin Henz war zufrieden mit der Premiere, sah aber noch Verbesserungspotenzial. «Es hatte noch einige Holperer drin, aber es ist auch nicht ganz einfach, die Informationen im fahrenden Bus stets im richtigen Moment zu geben.»

Insgesamt drei Mal wurde die Aarauer Busrundfahrt am Samstagnachmittag angeboten. Ab sofort figuriert diese im Angebot von aarau.info und kann von Gruppen und Privaten gebucht werden. «Dabei sind auch individuelle Anpassungen wie beispielsweise ein Apéro unterwegs möglich», so Schmid. Im Frühjahr wird die 16. Variante, die Stadt Aarau zu erkunden, auch öffentlich ausgeschrieben.

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