Aarau/Gränichen
«Übertraf alle Erwartungen»: Open Air Gränichen sammelte Geld für Menschen, die von Coronakrise hart getroffen wurden

Der Benefizanlass des Open Air Gränichen im KIFF in Aarau war ein voller Erfolg: Über 11'000 Franken wurden zu Gunsten gemeinnütziger Institutionen gesammelt. Auf den sozialen Medien geben sich die Organisatoren nun ganz «baff».

Daniel Vizentini
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Das Open Air Gränichen fand dieses Jahr als Benefizanlass im KIFF statt.

Das Open Air Gränichen fand dieses Jahr als Benefizanlass im KIFF statt.

Nadine Valérie Nützi/zvg

Zwei Jahre schon konnte das Open Air Gränichen wegen der Coronapandemie nicht stattfinden. Immerhin durften die Veranstalter im KIFF ein Konzertwochenende organisieren. 14 lokale Bands traten auf, und dies für einen guten Zweck: Jede Band wählte eine Institution aus, die die Einnahmen des Benefizanlasses gespendet erhalten sollte.

«Die Bands erhalten eine faire Gage, der Gewinn wird vollumfänglich gespendet, das KIFF behält die gesamten Bareinnahmen einer rauschenden Fete und die Kaufenden erhalten zwei Tage besten lokalen Punk, Metal und Hardcore», schrieben die Organisatoren vor dem Anlass.

Roland Morgenthaler/zvg

11'234 Franken für 15 gemeinnützige Institutionen

Nun, da die Konzerte vorüber und das Geld ausgezählt ist, sind die Organisatoren «etwas baff», wie sie in den sozialen Medien schreiben: 11'234 Franken konnten gesammelt werden, jede der ausgewählten Institutionen erhält damit rund 800 Franken.

Es sind dies: Gassenarbeit Bern, Les Colis du Coeur Genf, Ocean Care, Bildung für alle, Setu Projects, Zuger helfen Zugern, Reitschule Bern, Kinderkrebshilfe, Souls of Rock Foundation, Viva con agua, Stiftung Wunderlampe, Club Asyl Aarau, Stiftung gegen Rassismus, Ärzte ohne Grenzen und Tischlein deck dich.

Nach 25 Festivals gab es nun zwei Jahre Zwangspause

Das Open Air Gränichen findet seit 1995 statt und gilt als unverzichtbare Grösse im Festivalkalender der nationalen und gar europäischen Rock-Szene. «Nach zwei Verschiebungen und monatelanger Ungewissheit wurde im KIFF die Partybüchse der Pandora geöffnet», schreiben die Organisatoren. Über 500 Leute standen vor der Bühne, beide Tage waren bis auf zehn bis 20 Tickets ausverkauft. «Die Stimmung übertraf alle Erwartungen.»

Roland Morgenthaler/zvg

Sie wollten die «Reichweite und ehrenamtliche Arbeit» des Festivals für einen guten Zweck nutzen und so «für einen Lichtblick sorgen» in der Coronazeit.

«Glücklicherweise hielt sich der finanzielle Schaden fürs Open Air in Grenzen, viele andere Institutionen sind aber nicht so glimpflich davongekommen. Eventbranche, Stiftungen und Einzelpersonen wurden von der Krise hart getroffen.»

Kommt Corona nicht wieder in die Quere, findet das Open Air im Gränicher Moortal 2022 sicher wieder statt, bestätigt der Medienverantwortliche, Basil Kuster, auf Anfrage.

Roland Morgenthaler/zvg

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