Aarau
Aarauer Stadtrat will für Ortsbürgerland-Käufe 1,5 Millionen ausgeben dürfen

Der Stadtrat von Aarau will eine höhere Finanzkompetenz beim Handel mit ortsbürgerlichen Grundstücken. Dies, weil die Geschäfte rascher abgewickelt werden sollen. Entscheiden wird die Sommer-Gmeind am 2. Juni.

Hermann Rauber
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Aarenau im Scheibenschachen: Ein Grundstück der Ortsbürger

Aarenau im Scheibenschachen: Ein Grundstück der Ortsbürger

Otto Lüscher

Bisher galt eine Grenze von 800 000 Franken beim Erwerb von Grundstücken sowie von 100 000 Franken beim Verkauf oder Tausch. Beschränkt war die Kompetenz des Stadtrates auch bei der Einräumung von Baurechten auf Bauland, und zwar bis maximal 25 Quadratmeter.

Grundsätzlich will der Stadtrat diese Vollmacht innerhalb der Ortsbürgergemeinde Aarau «beibehalten». Die finanziellen Hürden allerdings sollen «nach oben angepasst werden», und zwar beim Kauf von Grundstücken auf 1,5 Millionen Franken, bei Verkauf oder Tausch auf 300 000 Franken. Und bei der Gewährung oder beim Verzicht von Baurechten an Grundstücken möchte die Exekutive die Limite auf 100 Quadratmeter erhöhen.

Aufwand soll reduziert werden

Begründet wird das Begehren mit dem Umstand, dass der Stadtrat «bei weniger wichtigen Geschäften effizient, also rasch, stufengerecht und mit einem vertretbaren administrativen Aufwand handeln kann». Gerade beim oft kurzfristigen Landhandel brauche es diesen einfachen Weg, weil die Gemeindeversammlung ja nur zweimal im Jahr ordentlich tagt. Die gleiche Anpassung beim Landhandel hat bereits die Einwohnergemeine im Rahmen der neuen Aarauer Gemeindeordnung im vergangenen Jahr vorgenommen.

Erfreuliches Rechnungsergebnis

Neben diesem Haupttraktandum geht es an der Sommer-Gmeind der Aarauer Ortsbürger vom Montag, 2. Juni, im Roggenhausen nur noch um die Rechenschaft über das vergangenen Jahr 2013. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,7 Millionen Franken wesentlich über dem Budget (Gewinn von 340 000 Franken) ab.

Das erfreuliche Resultat ist vor allem durch höhere Erlöse aus den Liegenschaften des Verwaltungs- und des Finanzvermögens zustande gekommen. Allerdings mussten zusätzliche Rückstellungen in der Höhe von 2,4 Millionen Franken getätigt werden, liegen doch (bestrittene) Forderungen für die Beseitigung von Altlasten auf verkauften Grundstücken in der Aarenau im Scheibenschachen (ehemals Zementfabrik) auf dem Tisch.