Energiepolitik
Aarauer Stadtrat will Folgen der Energie-Initiative genau abklären

Der Aarauer Stadtrat benötigt mehr Zeit, um die Auswirkungen der Volksinitiative «Energiestadt Aarau konkret!» abzuklären. Er will die Initiative, die einen Verzicht auf Atomstrom fordert, nicht innert Jahresfrist dem Volk vorlegen.

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AKW Leibstadt: Die Initiative fordert unter anderem, dass Aarau bis spätestens 2025 keinen Atomstrom mehr bezieht.

AKW Leibstadt: Die Initiative fordert unter anderem, dass Aarau bis spätestens 2025 keinen Atomstrom mehr bezieht.

Beim Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) sei ein Gesuch um Fristverlängerung eingereicht worden, teilte der Stadtrat am Freitag mit.

Er beruft sich dabei auf eine Ausnahmeregelung im kantonalen Gesetz über die Einwohnergemeinden. Im Grundsatz muss das Volk im Aargau über eine Volksinitiative innerhalb eines Jahres nach deren Einreichung abstimmen können.

Der Stadtrat will nach eigenen Angaben die Auswirkungen der Forderungen des Begehrens auf den stadteigenen Energiedienstleister IBAarau «sorgfältig überprüfen». Diese Abklärungen brauchten Zeit, «weil sie ein politisch äusserst heikles Umfeld betreffen».

Die Initiative fordert unter anderem, dass Aarau bis spätestens 2025 keinen Atomstrom mehr bezieht. Auch soll die Stadt alle Beteiligungen an Unternehmen abstossen, die in der Atomstromproduktion tätig sind.

Das Begehren will die Stadt ferner dazu verpflichten, die Ziele einer 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Initianten sind die Sozialdemokraten, Grünen, Grünliberalen und EVP sowie die Gruppen «Jetzt!» und «Pro Aarau - Gestaltung des urbanen Aarau». Das Begehren war im September bei der Stadtkanzlei eingereicht worden.