Die Affäre um den Aarauer Stadtpolizisten, der wegen häuslicher Gewalt in Untersuchungshaft sitzt, weitet sich aus.

Jetzt gerät auch Polizeichef Daniel Ringier ins Visier der Staatsanwaltschaft, das berichtete der «Blick».

Dies, nachdem Mitte Dezember bekannt wurde, dass zwei Stadtpolizisten vor sieben Jahren einen jungen Beamten dazu genötigt hätten, einer Polizistin sein Glied zu zeigen (wir berichteten).

Der junge Beamte sei entlassen worden, für die anderen Beteiligten sei der Vorfall ohne Konsequenzen geblieben.

Laut «Blick» soll auch der Polizist, der nun in  Untersuchungshaft sitzt, am Vorfall beteiligt gewesen sein. Die zuständige Aarauer Stadträtin Regina Jäggi will sich dazu zurzeit nicht äussern.

Aufgrund des Artikels im «Blick» hat sich die Staatsanwaltschaft nun entschieden, beim Polizeichef Daniel Ringier einen «Informationsbericht» einzuholen.

Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, erklärt auf Anfrage, dass es dabei darum gehe, herauszufinden, was Ringier von diesem Vorfall wisse. «Es ist uns wichtig, der Sache nachzugehen.»

Ein Verfahren gegen Daniel Ringier sei nicht eröffnet worden. Sollte sich ein Tatverdacht erhärten, würden allenfalls weitere Untersuchungen eingeleitet, sagt Strebel.

Zurzeit ermittle die Staatsanwaltschaft aber einzig in der Sache des Polizisten, der wegen häuslicher Gewalt in Untersuchungshaft sitzt. (wua)