Torfeld Süd
Aarauer Parlament heisst beide Stadion-Vorlagen gut – ein so deutliches Ja hat niemand erwartet

Der Aarauer Einwohnerrat genehmigte die zwei Vorlagen zum Stadion mit einer Dreiviertel-Mehrheit. Die Volksabstimmung wird im November stattfinden.

Ueli Wild
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Aarauer Einwohnerrat heisst Stadion-Projekt gut
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Beim 17-Millionen-Kredit gab es nur vereinzelte Nein-Stimmen (rot).
Der Einwohnerrat sagt zweimal klar Ja zum Stadion.
Daniel Ballmer (Grüne) während der Debatte.
Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker (M. FDP) und Stadrätin Suzanne Marclay (FDP).
Hanspeter Thür, Stadtrat Grüne,
Salomé Ruckstuhl (SP)
Fussballjunioren des FC Aarau erwarteten die Einwohnerräte vor dem Parlamentsgebäude.
Fussballjunioren des FC Aarau erwarteten die Einwohnerräte vor dem Parlamentsgebäude.
Auch FC-Aarau-Präsident Alfred Schmid (links) macht die Welle. Sein Nachfolger Philipp Bonorand begleitet ihn.
Fussballjunioren des FC Aarau erwarteten die Einwohnerräte vor dem Parlamentsgebäude.
Stadtrat Hanspeter Thür.
Rainer Lüscher (FDP) mit FCA-Junioren vor der Debatte.
Lelia Hunziker – sie ist Co-Präsidentin des Vereins "Unser Stadion", der gegen den Standort Torfeld Süd ist.
Die Stadträte Angelica Cavegn, Hanspeter Thür und Suzanne Marclay (v.l.) im Spalier der FCA Junioren
Alfred Schmid (l.), noch Präsident des FCA, und Philipp Bonorand, künftiger Präsident des FCA, im Spalier der FCA Junioren
Der designierte FC-Aarau-Präsident Philipp Bonorand.
Jan Hlavica, Stadtbaumeister Aarau, im Spalier der FCA Junioren

Aarauer Einwohnerrat heisst Stadion-Projekt gut

Colin Frei

Vorgesehen ist im Torfeld Süd mittlerweile ein Super-League-taugliches Stadion für 10'000 Zuschauer – mit Querfinanzierung durch vier Hochhäuser statt, wie ursprünglich geplant, durch eine Mantelnutzung. Weil das Bundesgericht festgestellt hat, dass die Volksabstimmung von 2008 ein derart stark verändertes Projekt nicht abdeckt, muss über die damals gutgeheissenen 17 Millionen Franken seitens der Stadt noch einmal abgestimmt werden. Und damit die Hochhäuser gebaut werden dürfen, ist eine Teiländerung der Nutzungsplanung Torfeld Süd notwendig. Zuständig ist dafür der Einwohnerrat. Der Stadtrat beantragte diesem jedoch, die Vorlage von sich aus der Urnenabstimmung zu unterstellen.

Am Montagabend war der Einwohnerrat an der Reihe. Wie angekündigt, beantragte die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) dem Einwohnerrat Ablehnung beider Geschäfte (Teiländerung: 6:4 Stimmen, Kredit: 5:5 und Stichentscheid des Kommissionspräsidenten) bei gleichzeitiger Delegation des Entscheids ans Volk. Auch bei einer Zustimmung zum Projekt, gab FGPK-Präsident Ulrich Fischer zu bedenken, sei die Realisierung des Stadions Torfeld Süd nicht gesichert. In der Hand habe das letztlich die Grundeigentümerin HRS. Wenn das Stadion nicht gebaut werde, machte Stadtrat Hanspeter Thür klar, entfalle auch die mit der BNO-Teiländerung der HRS gewährte höhere Ausnutzung des Areals.

Wir wollen, dass die HRS am Schluss die Häuser verkaufen kann.

(Quelle: Hanspeter Thür, Stadtrat)

Die Grünen standen mehrheitlich hinter dem Projekt, brachten aber fünf Teilrückweisungsanträge ein: Die Zahl der Parkplätze sei um mindestens 75 Prozent zu reduzieren, bei allen Gebäuden der Mantelnutzung müssten mindestens drei Viertel der Fassaden von der zweiten bis zur vierten Etage begrünt werden. Dazu kam die Forderung nach qualitativ hochstehender Begrünung statt Tiefgaragen. Die Dachflächen müssten zudem mindestens zu 80 Prozent für die Produktion von Solar- und/oder Windenergie verwendet werden. Und über die Gleisanlagen sei eine nicht nur Fussgänger-, sondern auch Velo-freundliche Passerelle zu bauen. «Wir wollen, dass die HRS am Schluss die Häuser verkaufen kann», sagte dazu Stadtrat Hanspeter Thür. Und ohne Käufer werde nicht gebaut. Ob es im Gestaltungsplan noch Spielraum für einzelne Forderungen gebe, werde der Stadtrat aber noch einmal prüfen, versprach Thür.

Die unendliche Geschichte des Aarauer Stadions:

Seit über 30 Jahren ist klar, dass der FC Aarau ein neues Stadion braucht. Was bisher geschah, erfahren Sie in der Bildergalerie.
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1985: Cupsieg und Erkenntnis Der FC Aarau feiert 1985 seinen bisher einzigen Cupsieg. Vier Jahre spielt der FCA schon in der Nationalliga A. Es wird klar: Für die höchste Spielklasse ist das Brügglifeld zu klein.
1994: Erstes Projekt Sie nennen es "Vision 2002": Architekt und Ex-Fc-Aarau-Präsident Ernst Lämmli sowie Bauingenieur und Landbesitzer Peter Zubler wollen in Schafisheim ein Stadion in der Kiesgrube bauen. Für 30 Millionen Franken und 20'000 Zuschauer, inklusive Casino.
2000: Mittellandarena Der Gestaltungsplan Mittellandpark wird erarbeitet. Er umfasst das Stadion «Mittellandarena», ein grosses Shopping-Center und Büros. 2006 soll im 70-Millionen-Franken-Stadion im Torfeld Süd gekickt werden.
2001: "Vision 2002" am Ende Das weit fortgeschrittene Projekt scheitert an der Finanzierung, Zonenvorschriften und dem Widerstand "von ein paar wenigen im Verein", wie Lämmli (rechts) in einem Interview sagt.
2003: Mittellandpark nimmt erste Hürde Der Aarauer Einwohnerrat heisst einen Kredit von 900'000 Franken für die Planung des Mittellandparkes deutlich gut.
2005: Niederlage an der Urne Das Aarauer Stimmvolk lehnt das 25-Millionen-Darlehen der Stadt für den Mittellandpark ab. Eine Umfrage ergibt, dass sich die Ablehnung primär gegen das Einkaufszentrum richtet. Wenig später geben die Initianten auf.
2006: Standort Buchs Neben der Sanierung des Brügglifelds und dem Torfeld Süd (Mittellandpark) kommen zwei neue Varianten aufs Tapet. Beide sehen Standorte in Buchs vor: Lostorf und die Obermatte.
2007: Torfeld Süd setzt sich durch Der Aarauer Einwohnerrat genehmigt im Juni einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für ein Stadion mit Mantelnutzung im Torfeld Süd. Die Einkaufsfläche ist gegenüber dem Mittellandpark halbiert. Ebenfalls zur Diskussion steht die Buchser Obermatte. Sie findet lediglich bei einer linken Minderheit Anklang. Das Stimmvolk segnet den Kredit im Herbst ab.
2008: Volk sagt Ja Der Souverän der Stadt Aarau stimmt deutlich für einen Betrag von 17 Millionen Franken für ein neues FCA-Stadion im Torfeld Süd. Bauherrin ist die private HRS AG. Vorbild für das Stadion soll die Neuenburger "Maladière" sein (Bild). Insgesamt kostet das Stadion 36 Millionen Franken.
2009: Einsprachen Gegen Gestaltungsplan und Stadion-Baugesuch gehen 41 Einsprachen ein.
13.5.2010: Abstieg Schock für den FC Aarau: Der "unabsteigbare" Klub muss nach einem 1:4 gegen GC und dem gleichzeitigen Sieg von Bellinzona den Gang in die Challenge League antreten. David Marazzi (Bild) wird von seinen Emotionen überwältigt.
13.6.2010: Erneuter Abstimmungserfolg Die Nutzungsplanung "Torfeld Süd" schafft auch die letzte politische Hürde. In einer Referendumsabstimmung heisst das Volk die Spezialzone mit einer Ja-Mehrheit von 69,5 Prozent gut. Das Stadion könnte jetzt eigentlich gebaut werden. Wenn da nicht die Einsprachen wären.
23.2.2011: Kein Asyl für GC Mitten in die Stadionplanung platzt die Meldung, dass die Grasshoppers mit einem Umzug nach Aarau liebäugeln. Die Miete im Letzigrund ist GC zu hoch. Der FCA ersucht den Stadtrat, den Zürchern Asyl zu gewähren – wegen Synergien im geplanten Stadion. Der Stadrat lehnt das Begehren ab. Grund: Die Zusatzbelastung wäre für das Volk nicht zumutbar. Bild: Aarau's Michele Polverino, links, fällt nach im Zweikampf mit GC's Rolf Feltscher im Brügglifeld.
11.5.2011: Einsprachen abgelehnt Jetzt ist der Aargauer Regierungsrat an der Reihe: Die Kantonsregierung weist die verbliebenen Beschwerden vom Sommer 2009 ab und genehmigt sowohl die Spezialzone Torfeld Süd als auch den Gestaltungsplan. Mehrere Bewohner des Aarauer Gönhard-Quartiers ziehen ihre Beschwerde ans kantonale Verwaltungsgericht weiter.
9.12.2011: HRS muss Projekt erneuern Nach dem Entscheid des Einwohnerrates vom 14. November 2011, auf die Realisierung von polysportiven Mantelnutzungen im Stadionkomplex zu verzichten (zu teuer), muss die HRS das Projekt überarbeiten. Das Baugesuch muss ein zweites Mal aufgelegt werden. Die Grundeigentümerin Mobimo rechnet mit der Inbetriebnahme des Stadions im Jahr 2015.
2012: Stadionprojekt komplett überarbeitet Weil gegen das erste Baugesuch viele Einsprachen eingingen, präsentiert die HRS ein völlig überarbeitetes Projekt (Bild). Es ist der dritte Anlauf für ein Stadion im Torfeld Süd. Gegen das neue Projekt gehen vier Einsprachen ein. Drei werden später nach langen Verhandlungen zurückgezogen.
2013: Aufstieg Erfolg auf dem Rasen: Der FC Aarau steigt nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit in die Super League auf.
2014: Durchbruch und neue Sorgen Der FCA jubelt: Der Stadtrat erteilt die lang ersehnte Baubewilligung für das Stadion. Doch neues Ungemach folgt sogleich: Der letzte verbliebene Einsprecher reicht Beschwerde gegen die Baubewilligung ein. Er wird als Stadionverhinderer landesweit bekannt, weil der "Blick" seine Identität teilweise aufdeckt. Er findet das geplante Einkaufszentrum zu gross.
2015: Beschwerde-Marathon 2015 ist das Jahr der Justiz im Fall Torfeld Süd: Der Aargauer Regierungsrat weist die Beschwerde des Anwohners am 21. Januar ab. Er zieht vor Verwaltungsgericht, unterliegt und gelangt ans Bundesgericht. Die Bundesrichter entscheiden vorerst, dass das laufende Verfahren keine aufschiebende Wirkung hat. Trotzdem warten Stadt und die Bauherrin HRS mit dem Baubeginn zu. Auch mit einem Ausstandsbegehren scheitert der Anwohner vor Verwaltungs- und Bundesgericht.
29.5.2015: Abstieg Der FC Aarau steigt in die Challenge League ab. Mit einem 3:2-Sieg gegen den FC Thun verabschiedet sich der Klub in die Zweitklassigkeit. Bild: Sandro Burki (links) und Kollegen applaudieren zum letzten Mal in der Super League.
2016: Machtwort Das Bundesgericht weist die Stadionbeschwerde ab. "Endlich: Das Stadion kann gebaut werden", titelt die Aargauer Zeitung. Heute wissen wir: Es ging noch immer nichts.
1.5.2017: Plan B Wegen den Einsprachen, strengeren Auflagen der Liga und neuen Gesetzen kostet das Stadion nun 20 Millionen Franken mehr. Die HRS präsentiert darum den Plan B: kein Einkaufszentrum, dafür Hochhäuser für Wohnungen, Gewerbe und kleine Läden im Erdgeschoss.
15.11.2017: Stadion-Retter? Erster Auftritt von "meinstadion.ch": Die Initianten um den früheren FCA-Präsidenten Michael Hunziker (Bild Mitte) halten nichts vom Plan B. Sie wollen, dass der ursprüngliche Plan umgesetzt wird, damit die am 18. Mai 2018 ablaufende Baubewilligung nicht verfällt. Um das fehlende Geld aufzutreiben, haben sie unter anderem ein Crowdfunding lanciert. Vier Millionen Franken sollen so zusammenkommen.
26.2.2018: Millionenstrafe gefordert "meinstadion.ch" fordert eine Konventionalstrafe von mindestens 5 Millionen Franken für die HRS, sollte diese ihrer Pflicht, dem Stadionbau, nicht nachkommen. HRS hat ein bewilligtes Stadion-Projekt, will aber statt eines Einkaufszentrums Hochhäuser bauen.
6.3.2018: Plan C HRS und "meinstadion.ch" skizzieren einen Plan C. In einer Mitteilung heisst es: "Eine Zwischenfinanzierung soll es ermöglichen, den Stadionbau vom Vorliegen von rechtskräftigen Baubewilligungen von Hochhäusern zu entkoppeln." Damit könnte mit dem Stadionbau begonnen werden, auch wenn für die Hochhäuser keine Baubewilligung vorliegt. Plan C würde rund 40 Millionen Franken kosten. Und Junioren müssen nicht mehr Kissen auf die Sitzflächen der besseren Plätze im Brügglifeld legen.
21.3.2018: Gemeinsam für Plan B Stadt, Bauherrin HRS, FCA und "meinstadion.ch" geben an einer gemeinsamen Medienkonferenz das Versprechen ab: Wir ziehen jetzt alle am gleichen Strick, am Strick Plan B (Stadion mit Hochhäusern). Darum braucht es eine erneute Abstimmung über die BNO-Revision (Bau- und Nutzungsordnung). Ein Ja ist die Voraussetzung für das neue Stadion. Die Bauherrin HRS unterstützt den FCA ausserdem in den nächsten fünf Jahren mit einer Million Franken, zusätzlich zu den bisher jährlich 70'000 Franken.
Plan B: Das Stadion mit Hochhäusern.
31.8.2018: Neues Baugesuch eingereicht Das Baugesuch des angepassten Projekts für das Stadion liegt auf dem Tisch der Aarauer Verwaltung. Das komplette Gesuch für das angepasste Stadion umfasst 20 Büroschachteln. Der Baubeginn für das Stadion erfolgt erst, wenn für die neben dem Stadion geplanten vier Hochhäuser eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. Voraussetzung dafür ist, dass das Volk der BNO-Revision zustimmen wird.
7.2.2019: Bundesgericht hebt Urteil auf Das Bundesgericht heisst eine Beschwerde von sechs Personen gegen ein Urteil des Aargauer Verwaltungsgericht gut. Dieses hatte eine fristgerechte Eingabe der Beschwerdeführer nicht berücksichtigt. Es hatte den Fehler selbst bemerkt und vor Bundesgericht beantragt, dass die Beschwerde gutgeheissen wird.
3.5.2019: Stadion-Gegner blitzen beim Aargauer Verwaltungsgericht ab Das Aargauer Verwaltungsgericht weist drei Beschwerden zur Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) ab. Darunter auch jene, die es zum zweiten Mal bearbeiten musste, weil es beim ersten Mal das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt hatte. Das Bundesgericht hatte das Urteil darum aufgehoben. Das Stadion geht frühestens in der Saison 2022/2023 in Betrieb.
16.8.2019: Politiker aus dem links-grünen, vereinzelt auch aus dem bürgerlichen Lager lancieren überraschend eine Volksinitiative für einen neuen Stadion-Standort – die Buchser Obermatte kommt wieder ins Gespräch.
26.8.2019: Der Aarauer Einwohnerrat heisst die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung und den 17-Millionen-Kredit gut. Damit steht der Volksabstimmung im November 2019 nichts mehr im Weg. Im Bild: FDP-Fraktionschef Yannick Berner im FCA-Dress.
24.11.2019: Die Stadt Aarau sagt zu beiden Abstimmungen bezüglich Stadion im Torfeld Süd mit 61 Prozent Ja. Die Auflage der Baugesuche für Stadion, Hochhäuser und Zwischenbau ist frühestens nach den Sommerferien 2020 realistisch.
5.6.2020: Die Auflage des Baugesuches verzögert sich, das Verfahren ist anspruchsvoll und der Druck der Stadion-Gegner weiterhin gross. Es könnte darum sein, dass das Aarauer Stadion erst 2028 steht.

Seit über 30 Jahren ist klar, dass der FC Aarau ein neues Stadion braucht. Was bisher geschah, erfahren Sie in der Bildergalerie.

zvg/nightnurse images, Montage: AZ

«Ungenügende städtebauliche Qualität»

Eine knappe Mehrheit der SP-Fraktion, sagte Nicola Müller, unterstütze das Projekt. Der andere Teil stehe diesem ausgesprochen kritisch gegenüber. Gespalten war auch die CVP-Fraktion. Yannick Berner (FDP) sagte, die FDP-Fraktion stehe einstimmig hinter beiden Geschäften. Ein aus eigenen Mitteln realisiertes Stadion, so der FDP-Fraktionspräsident, käme die Stadt mit geschätzten Kosten von 40 Mio. Franken weit teurer zu stehen. Die Anträge der Grünen verstand Berner als Versuch, eine «weitere versteckte unnötige Verzögerung um mindestens ein Jahr» zu bewirken. Die Fraktion lehne diese Anträge einstimmig ab. Die Mehrheit der Fraktion Pro Aarau/GLP/EVP stimme zu, sagte Fabio Mazzara (Pro Aarau). Peter Jann (GLP) kritisierte demgegenüber die «ungenügende städtebauliche Qualität» des Projekts. SVP-Sprecher Urs Winzenried riet dem Rat, ein positives Zeichen zu setzen, das die Volksabstimmung im November beeinflussen könne. Den vier Hochhäusern werde zu Unrecht mangelnde städtebauliche Qualität unterstellt. Natürlich sei das Torfeld Süd nicht die grüne Lunge Aaraus. Die befinde sich anderswo.

Die Teilrückweisungsanträge der Grünen wurden alle abgelehnt – mit den Stimmenverhältnissen 6:34, 11:27, 10:27, 14:27 und 14:25. Die Teiländerung der BNO ging hierauf mit 36 Ja gegen 8 Nein und 3 Enthaltungen klar durch. Diesen Beschluss unterstellte der Rat mit 47:0 Stimmen dem Referendum. Den Kredit von 17 Mio. Franken für die Beteiligung der Stadt am Stadion-Kauf hiess der Einwohnerrat mit 38:6 Stimmen und 3 Enthaltungen gut. Auch der Kredit kommt vors Volk.