«Wir haben es trotz schwierigen Rahmenbedingungen geschafft, die Ertragslage der Kantonsspital Aarau AG zu verbessern», sagt der Verwaltungsratspräsident Konrad Widmer.

Das KSA könne 2017 «eine substanzielle Zunahme der erbrachten Leistungen» verzeichnen, heisst es in der Mitteilung weiter. So wurden 2017 insgesamt 28 327 (+2,1 %) Patienten stationär behandelt. Das Wachstum bei den ambulanten Leistungen lag bei 3,5 Prozent. Es kamen 1814 Kinder auf die Welt und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte auf 5,6 Tage (–3,4%) gesenkt werden. Parallel dazu nahm die Fallschwere, der Case-Mix-Index (CMI), um ein Prozent auf 1.149 zu.

Öffentliche Anleihe ausgegeben

Die Mittelflussrechnung war wesentlich geprägt durch die Rückzahlung der Baserate für die Jahre 2012 bis 2016. Dadurch resultierte im vergangenen Jahr ein Mittelabfluss in der Höhe von 30,1 Millionen Franken. Diese Bereinigung wurde laut KSA durch den rückwirkenden Tarifentscheid des Kantons notwendig und konnte 2017 grösstenteils abgeschlossen werden. Die noch ausstehenden Rückzahlungen von rund 7,3 Millionen werden 2018 abgewickelt.

«Unter Ausklammerung der Rückzahlung der Baserate war erstmalig seit mehreren Jahren ein substanzieller Cash-Zufluss von 15,1 Millionen Franken zu verzeichnen», erklärt Verwaltungsratspräsident Konrad Widmer.

Im vergangenen Jahr gab das KSA zudem eine öffentliche Anleihe im Umfang von 100 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 15 Jahren aus. Die erzielten Konditionen waren gut – insbesondere wegen der vorteilhaften Zinssituation an den Finanzmärkten. Weiter wurden Mittel im Umfang von 60 Millionen im Rahmen einer Privatplatzierung aufgenommen. Diese beiden Transaktionen ermöglichten es, die bis anhin bestehenden kurzfristigen Fremdmittel im Umfang von 120 Millionen Franken durch langfristiges Fremdkapital abzulösen, was für das Unternehmen eine grössere finanzielle Sicherheit bedeutet.

Ebitda bei 6,1 Prozent

Die Eigenkapitalquote der Kantonsspital Aarau AG beträgt 51 Prozent. Damit steht das Unternehmen finanziell auf einem stabilen Fundament. Die Ebitda-Marge konnte von 5,8 im Vorjahr auf 6,1 Prozent im Betriebsjahr gesteigert werden.

«Trotz Steigerung der Ebitda-Marge sind im Hinblick auf den geplanten Neubau weitere Anstrengungen zur Ergebnissteigerung notwendig», sagt CEO Robert Rhiner. Entsprechende Aktivitäten wurden bereits 2016 eingeleitet und werden sowohl 2018 wie in den Folgejahren kurz-, mittel- bis langfristig weiterhin umgesetzt. (AZ)