«Zahlbar innert 30 Tagen»
Aarauer Bahnhofstrasse: Rekordbusse für pöbelnde St.-Gallen-Fans

Vor rund 7 Monaten reisten über 300 St.Gallen-Fans mit dem Extrazug nach Aarau. Sie prügelten sich mit Aarau-Fans vor einem Pub und gerieten an die Polizei. Das hat nun finanzielle Folgen. Eine Rekordbusse von 9900 Franken wurde gesprochen.

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Scharmützel mit St.Gallen-Fans
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Fans zünden auf der Bahnhofstrasse Petarden an.
Fans zündeten Leuchtpetarden an.

Scharmützel mit St.Gallen-Fans

Andi Fey

Es waren 325 Fans des FC St. Gallen, die an jenem 18. Oktober 2014 mit dem Extrazug nach Aarau reisten. Einige davon gingen nicht ins Stadion, sondern prügelten sich mit Aarauern in einem Pub. Laut „Schweiz am Sonntag“ kommt sie das nun teuer zu stehen.

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat gegen sechs FC-St.-Gallen-Fans Strafbefehle erlassen. In allen Fällen ging es um Landfriedensbruch, in vier zusätzlich um das Vermummungsverbot, in einem Fall um Gewalt und Drohung gegen Behörden. In einem Fall waren auch Pyros ein Thema.

9900 Franken Busse: zahlbar innert 30 Tagen

«Vier Strafbefehle sind rechtskräftig», sagt Fiona Strebel, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, zur „Schweiz am Sonntag“. «Eine Einsprache wurde ans Bezirksgericht Aarau überwiesen, und bei einem Strafbefehl läuft noch die Einsprachefrist.»

P. ist jener Fan mit der Einsprache. Am 23. März hatte er eine Rechnung über 9900 Franken erhalten: 8000 Franken Geldstrafe, 500 Franken Busse und 1400 Franken Staatsgebühr. Zahlbar innerhalb 30 Tagen.

Das war nicht alles. Die 9900 Franken sind der unbedingte Teil. Dazu kommen 11 200 Franken bedingt.

Wird P. in der Probezeit (drei Jahre) nochmals straffällig, müsste er total 21 100 Franken hinblättern. Im Gegensatz zu anderen FCSG-Fans liess sich P. nicht von einem Schreiben auf seine Einsprache hin abschrecken.

In ihm hiess es: «Sollten Sie bis am 20. April 2015 die Einsprache schriftlich zurückziehen, entstehen Ihnen keine weiteren Kosten.» (sha)

Die Berichterstattung von Tele M1 vom 19. Oktober 2014: