Rothrist
Aarauer Architekten planen neues Oberstufenschulhaus von Rothrist

Vier Teams beteiligten sich am Projektierungswettbewerb für das neue Oberstufenschulhaus von Rothrist. Gewonnen haben Aarauer Architekten. Der Baukredit soll im November der Gemeindeversammlung unterbreitet werden.

Emiliana Salvisberg
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Mit seinem kompakt-modernen Neubauprojekt für das Oberstufenschulhaus hat das Architektenteam Gautschi Lenzin Schenker überzeugt.

Mit seinem kompakt-modernen Neubauprojekt für das Oberstufenschulhaus hat das Architektenteam Gautschi Lenzin Schenker überzeugt.

Zur Verfügung gestellt

Gautschi Lenzin Schenker Architekten AG - so heisst das Gewinnerteam, das den Neubau des Schulhauses Dörfli 4 planen darf.

Die Aarauer haben aus vier Bewerbungen den Projektierungswettbewerb für sich entschieden und neben dem Beurteilungsgremium auch den Gemeinderat Rothrist überzeugt.

«Das Siegerprojekt besticht durch seine klare Lösung mit guten aussenräumlichen, organisatorischen und ökonomischen Qualitäten», erklärt Walter Gloor, Leiter Bauen und Planen der Gemeinde Rothrist, den Entscheid des Beurteilungsgremiums.

Diesem gehört er mit weiteren sieben Vertretern aus den Bereichen Schule, Behörde, Architektur und Statik an. Dem Gremium steht Gemeindeammann Hans- Jürg Koch als Präsident vor.

Am Projektierungswettbewerb beteiligten sich vier Architekturbüros aus dem Umkreis Aarau, Luzern und Solothurn. Die Bewertung der Entwürfe, Pläne und Gipsmodelle erfolgte durch das Beurteilungsgremium in zwei Durchgängen.

Zu je einem Drittel wurden Kriterien wie architektonische Gestaltung, Einpassung und Erscheinung, Organisationskonzept und Wirtschaftlichkeit der Ausführung sowie Nachhaltigkeit geprüft. Ende April hatten alle Verfasserteams während 45 Minuten Gelegenheit ihre Projekte persönlich vorzustellen und zu kritischen Fragen Stellung zu nehmen.

Auf Schuljahr 2015/16 bezugsbereit

Mit der Neuausrichtung der Schulen im Kanton benötigt auch die Oberstufe in Rothrist mehr Raum. Es fehlen Klassenzimmer, Halbklassenzimmer, Räume für Werken, Textiles Werken und Hauswirtschaft, Gruppenräume für Musik und Aufgabenhilfe sowie Garderoben für auswärtige Schüler.

Zudem benötigt die Musikschule ein Lehrerzimmer sowie ein Büro für die Stufenleitung. «Ausserdem müssen die drei Schulzimmer in den beiden Pavillons Dörfli ersetzt werden», sagt Walter Gloor und gibt zu bedenken: «Um diesen Raumbedarf abzudecken, muss ein neues Oberstufenschulhaus erstellt werden.» Konkret bedeute dies, dass das «Dörfli 4» auf Beginn des Schuljahres 2015/16 bezugsbereit sein sollte.

Aus diesem Grund stimmte die Einwohnergemeindeversammlung im November 2012 einem Projektierungskredit von 350 000 Franken zu. Für den Neubau wurde ein öffentliches Studienauftragsverfahren lanciert. Etwas enttäuscht zeigt sich Gloor, dass nur ein Architekt aus der Region Zofingen mitgemacht hat.

Nachdem nun das Architekturteam bestimmt ist, wird es beauftragt, das Projekt samt Kostenberechnung genau auszuarbeiten. «Der Baukredit soll im November der Gemeindeversammlung unterbreitet werden», erklärt Gloor.

Der Neubau soll auf der Wiese bei der Schulanlage Dörfli am Geisshubelweg erstellt werden. Das Grundstück, auf dem sich einst das «Schmitter-Heimet» befand, ist in Besitz der Einwohnergmeind.

Was unterscheidet das Siegerprojekt von den anderen? «Die klare Kubatur, die einfache, aber logische Art der Befensterung sowie die äussere Verkleidung mit grossformatigen Faserzementplatten», antwortet Walter Gloor.

Zudem habe sich das junge Architektenteam im Inneren für «windmühlenartige Erschliessungsflächen» entschieden, die für genügend Tageslicht und ein zusätzliches Angebot an Arbeitsbereichen in den Korridorzonen sorgt.

Des Weiteren nehme das Projekt Rücksicht auf die unterschiedlichen Bauten in der Nachbarschaft.

Da der Zugang zum Neubau in der Nordwestecke erfolge, schaffe es auch einen guten Bezug zu den bestehenden Schulbauten.