Wer aktuell vom Gais-Kreisel Richtung Brügglifeld unterwegs ist, strandet sowohl auf der Bach- als auch der Gotthelfstrasse vor Fahrverboten. Im Gönhardquartier hat es extrem viele Baustellen. Wegen der Erneuerung von Kanalisations- und Wasserleitungen. Vor allem aber auch wegen der Verlegung von Fernwärme-/-kälte-Rohren. Seit Monaten gesperrt ist auch die Heinerich-Wirri-Strasse.

In der Telli stehen jeden Abend Tausende von Automobilisten im Stau, weil der Kreisel Telli-/Neumattstrasse nur beschränkt befahrbar ist. An Werktagen sind jeweils zwei Männer eines Verkehrsdienstes im Einsatz – damit alles nicht noch viel schlimmer ist und die Fussgänger im Schatten der Baulatten nicht übermässig gefährdet werden.

Das Bittere am aktuellen Aarauer Tiefbau: Die Passanten haben den Eindruck, es würden jeweils nur vereinzelte Arbeitskräfte eingesetzt. In mehreren Fällen konnten denn auch die auf den Informationstafeln angegebenen Abschlusstermine nicht eingehalten werden. So auch beim Los «Neumattstrasse Süd», das am meisten Verkehrsteilnehmer trifft. Statt wie angegeben bis im September dauern die Arbeiten sicher bis Ende November.

Die Winterpause ist nah

Das Nervige an der Fernwärme-Locherei ist nicht nur die Dauer der Baustellen, sondern auch die Tatsache, dass diese ewig nicht ganz beendet werden. Etwa indem immer irgendwelche Löcher bleiben. Oder die Bäume, die letztes Jahr entlang der Telli-Strasse gefällt werden mussten, noch immer nicht ersetzt sind. Oder, wie an der Weihermattstrasse, die baubedingt entfernten Parkplätze auch dann nicht umgehend wieder markiert werden, wenn die Gräben zugeschüttet sind und die Strasse wieder asphaltiert ist.

Für die Dauer der Fernwärme-Baustellen scheint es auch technische Gründe zu geben. Gerne hätte die AZ der Stadt und der Eniwa Fragen gestellt: Doch es gibt im Moment keine Erklärungen. Stadt und Eniwa planen eine gemeinsame Medienmitteilung – zu einem noch nicht bekannten Zeitpunkt.

Es gibt immerhin einen Trost. An vielen Baustellen wird im Moment asphaltiert. Die Winterpause ist nah. Aber im Frühling geht es weiter. Allein in die Fernwärme werden rund 100 Millionen Franken investiert. Das gibt noch einige Gräben.