Aarau

«Aarau verliert wieder eine Partylocation»

Die Halle Elfa war bis anhin nicht nur Public-Viewing-Schauplatz, sondern auch Standort einer Party-Serie, die nun eingestellt wird.

Die Halle Elfa war bis anhin nicht nur Public-Viewing-Schauplatz, sondern auch Standort einer Party-Serie, die nun eingestellt wird.

Die Ü25-Party-Serie in der Elfa-Halle wird wegen Problemen mit der Sauberkeit eingestellt. Die Veranstalter fühlten sich im Industriequartier nicht willkommen.

2013 ist das legendäre «KBA», der Discoclub bei der Kettenbrücke, geschlossen worden ist. Und es ist auch schon wieder über zwei Jahre her, seit die Schliessung des Clubs «Schlaflos» wegen fehlender Bewilligung die Nachtschwärmer nervte. Nach einem längeren Timeout ist in der Telli jetzt wieder der Bär los.

Aber ein weiteres Partylokal steht vor der Schliessung. Respektive das Lokal bleibt als Eventhalle bestehen, die Partyserie wird aber beendet. «Bye Bye Elfa!», haben Philipp Berner und Gusti Burkart, die Betreiber von «Platzhirsch» und «Les Amis», in grossen Lettern auf einen Flyer geschrieben.

Vor zwei Jahren begannen sie, im Aarauer Industriequartier Ü25-Partys zu veranstalten – als Untermieter der Pächterin der Halle Elfa, der Thommen Gastronomie AG («Go West», «Summertime», etc). Berner und Burkart haben pro Jahr acht bis neun Events durchgeführt. Mit Erfolg. Am grössten war die Resonanz bei der «Remember KBA»-Veranstaltung.

Um die 300 Besucher kamen, bereits zwei Monate vor dem Anlass war dieser ausverkauft. Deshalb gibts diese Party am Samstag, 26. Oktober, nochmals. Es wird die zweitletzte Veranstaltung sein, bevor am 9. November mit «Hitmix – Das Original mit Enrico Ostendorf» ganz Schluss ist.

Berner und Burkart schreiben: «Aarau verliert wieder eine Partylocation. Die Halle Elfa bleibt, die Parties müssen gehen. Aber wir geben bis zum Schluss Vollgas!»

Die Initianten wollten, so sagen sie, «dass in Aarau etwas läuft». Aber das scheint nicht überall gut angekommen zu sein. «Dem Frieden zuliebe» geben sie nun auf. Schwierigkeiten gab es nicht mit der Thommen Gastronomie AG.

Aber mit dem Umfeld des Gebäudes. Nicht wegen des Lärms, sondern wegen der Sauberkeit nach den Events, die bis morgens um 4 Uhr dauern. Herumstehende Flaschen und herumliegende Zigarettenkippen wurden weggeputzt.

Aber die Toleranz gegenüber den Veranstaltern scheint beschränkt gewesen zu sein. Man sei ihnen gegenüber «sehr kleinlich» gewesen, heisst es. «Wir fühlten uns nicht willkommen.» (uhg)

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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