Die Brigade steht in der Tradition der grossen Verbände der Nordwestschweiz, die mit der Truppenordnung von 1874 entstanden waren. Das Büro der Infanteriebrigade 5 befindet sich im Säulenhaus in Aarau. Aktueller Kommandant ist Brigadier Alexander Kohli. Nun wird die über 8600 Wehrmänner zählende Infanteriebrigade 5 Ende 2017 aufgelöst. Wegen des Projektes Weiterentwicklung der Armee (WEA). Sie wird ab 2018 zur neuen Mechanisierten Brigade 4 mit Kommandostandort in Liestal. Alle Stäbe und Truppenkörper werden aber in irgendeiner Form überführt.

«Die Welt und unsere Gesellschaft werden immer komplexer und wir sind verwundbarer geworden», sagte Bundesrat Guy Parmelin in seinem Grusswort. Die Lage sei komplexer als noch vor 20 oder 50 Jahren. «Wir müssen für die Sicherheit der Schweiz und der Bevölkerung zusammenarbeiten.» Die Milizarmee sei dabei ein zentrales Element. In Bezug auf die Weiterentwicklung der Armee sagte Bundesrat Parmelin, dass Stillstand Rückschritt bedeute. Er sei deshalb überzeugt, dass die Armee in Zukunft flexibler sein werde als bisher.

Brigadier Alexander Kohli lobte in seinem Rückblick auf das letzte Dienstjahr die hohe Leistungsbereitschaft. Bei den Truppenkörpern sei 2016 ein Lernklima entstanden, in welchem sich die Soldaten und Kader verbessern wollen. «Ich stelle bei meinen Besuchen fest: Sie sind bereit, das Beste zu geben!», sagte Kohli. Schliesslich betonte der Kommandant, dass seine Brigade bereit sei, die erwarteten Leistungen in einem Einsatz zu erbringen: «Wir können auf Anhieb erfüllen, wie dies soeben das Infanteriebataillon 56 am World Economic Forum (WEF) bewiesen hat. Auf Anhieb! Wir sind also bereit!» (az)