Aarau
«Unverpackt»-Lädeli schafft es nicht ohne Spenden durch den Lockdown

Der Laden in der Aarauer Milchgasse bittet auf den sozialen Medien um finanzielle Hilfe. Ein Schritt, der den Genossenschaftern nicht leicht gefallen ist. Doch die Situation ist brenzlig.

Katja Schlegel
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Das «Unverpackt»-Lädeli an der Milchgasse braucht Hilfe.

Das «Unverpackt»-Lädeli an der Milchgasse braucht Hilfe.

Bild: Zur Verfügung gestellt

Der Hilferuf aus der Milchgasse ist dringend: «Wir brauchen eure Hilfe», schreibt der Vorstand vom «Unverpackt»-Lädeli auf Social Media. Und Viviane Wagner, Präsidentin der Genossenschaft sagt: «Die Situation ist brenzlig. Ohne Spenden und neue Genossenschafter schaffen wir es wohl nicht.»

Covid hat das Lädeli im dümmstmöglichen Moment erwischt. Nach drei intensiven Jahren war es auf Kurs, die Zahlen waren gut, der ehrenamtlich arbeitende Vorstand konnte sich teilweise aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und beschäftigt momentan vier Teilzeit-Mitarbeiterinnen.

Velo-Lieferservice mit Mehrwegbehähltern lanciert

Diese sind nun in Kurzarbeit, die Öffnungszeiten wurden reduziert. Mit dem Voilà-Veloservice wurde ein Lieferservice mit Mehrwegbehältern lanciert. Ausserdem wurde ein Onlineshop aus dem Boden gestampft. Über diesen Kanal hofft das «Unverpackt»-Team, insbesondere Non-Food-Produkte verkaufen zu können.

«Nach den Lockerungen im Sommer haben wir im sonst üblichem Umfang für das Weihnachtsgeschäft eingekauft», sagt Wagner. Ein Weihnachtsgeschäft, das es nicht gab.

«Unsere Reserven sind in den letzten Wochen dahingeschmolzen.»

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Stammkundschaft will das «Unverpackt» am Leben erhalten, die Reaktionen auf den Hilferuf seien durchwegs positiv, so Wagner. «Wir haben innert weniger Tage bereits mehrere tausend Franken erhalten.» Noch sei man aber nicht über dem Berg, weitere Beiträge seien sehr willkommen.