Marcel Guignard, der am Ende der Amtsperiode zurücktritt, wird das nicht mehr kümmern, seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger schon eher.Sofern sie denn Stadtoberhaupt werden sollte, dürfte sich vor allem Lotty Fehlmann Stark darüber freuen, tun sich doch eher Frauen mit der Bezeichnung «Gemeindeammann» schwer.

Nun hat auch das Departement Volkswirtschaft und Inneres die neue Gemeindeordnung der Stadt Aarau abgesegnet. Sie tritt am 1. Juli in Kraft.

Der Kanton verlangt allerdings eine Ergänzung, mit der explizit darauf hingewiesen wird, dass in Aarau die Bezeichnung Stadtpräsident für Stadtammann steht, beziehungsweise Vizepräsident für Vizeammann.

Kantonal immer noch Ammann

Die Ergänzung ist notwendig, da das kantonale Gemeindegesetz die Bezeichnung Gemeinde- bzw. Stadtpräsident nicht vorsieht.

Der Regierungsrat hatte es für das revidierte Gemeindegesetz zwar so vorgesehen, doch unter dem Druck der SVP beschloss der Grosse Rat im September 2011, es beim Ammann zu belassen. Der Gemeinderat von Suhr hatte sich bereits anders entschieden. Seither ist Beat Rüetschi Gemeindepräsident.

Ein solcher ist in Erlinsbach AG auch Markus Lüthy.

Regierungsrat Urs Hofmann hatte bereits bei der Beratung des Gemeindegesetzes betont, dass der Kanton in diesem Punkt nicht stur sein werde. Den Gemeinden stünde es also frei, im September auch einen Gemeindepräsidenten oder eine Gemeindepräsidentin zu wählen. (Kel)