Aarau
Mehr Wahlkampf dank zweier Aussenseiter

In Aarau gibt es neu auch eine Auswahl beim Stadtpräsidenten und beim Vizepräsidenten.

Urs Helbling
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Was sich in der ersten August-Woche abzeichnete, ist nun eingetroffen: Der Aarauer Souverän hat bei den Stadtratswahlen vom 26. September eine deutlich grössere Auswahl, als ursprünglich befürchtet werden musste. Es gibt jetzt zehn offiziell angemeldete Kandidaten. Und auch einen Konkurrenzkampf um das Stadtpräsidium und das Vizepräsidium. Hanspeter Hilfiker (55, FDP) und Werner Schib (50, Die Mitte) können also nicht einfach durchmarschieren, auch wenn sie ernsthaft kaum eine Abwahl befürchten müssen. Psychologisch wird wichtig sein, wie viele Leute ihnen die Stimme nicht geben.

Peter Wehrli (62), Aarau, Kandidat Partei / Gruppierung: "Mitteldämme brechen nie!".

Peter Wehrli (62), Aarau, Kandidat Partei / Gruppierung: "Mitteldämme brechen nie!".

Zvg

Vor allem der Herausforderer von Hilfiker ist sehr erfahren: Er hat schon dreimal für den Stadtrat und zweimal für das Stadtpräsidium kandidiert. Stephan Müller (56) tritt unter dem Label «Eine Wahl für Aarau» an. Er sagt: «Ich mache es für die Stadt und für die Demokratie.» Er wolle verhindern, dass zum ersten Mal in diesem Jahrtausend keine Auswahl für das Präsidium bestehe. Müller gehörte zwischen 2002 und 2004 als Mitglied der damaligen Gruppe «Jetzt!» dem Einwohnerrat an.

Stephan Müller (56) kandidiert unter dem Label «Eine Wahl für Aarau».

Stephan Müller (56) kandidiert unter dem Label «Eine Wahl für Aarau».

Zvg

Deutlich weniger erfahren ist der Herausforderer von Vizepräsident Werner Schib: der ETH-Ingenieur Peter Wehrli (62). Er kandidiert unter dem Label «Mitteldämme brechen nie». Es ist logisch, dass er vor allem den geplanten Neubau des Aarekraftwerks thematisieren wird.

Von den bisherigen sieben Stadträten kandidieren sechs wieder. Grossrätin Silvia Dell’Aquila (45) soll für die SP den Sitz des ausscheidenden Daniel Siegenthaler verteidigen. Die SVP hofft auf ein Comeback im Stadtrat mit Nicole Burger (41). Die Partei ist seit vier Jahren nicht mehr in der Exekutive vertreten.

Gähnwahlkampf? Das war mal. Es wird interessant sein, was für Impulse die zwei Aussenseiter-Kandidaten geben.

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