Aarau

Aarau hat den Vertrag mit dem Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau gekündigt

Der Forstwerkhof Suret soll ausgebaut werden. Nicht sinnvoll, findet der Stadtrat. Pascal Meier

Der Forstwerkhof Suret soll ausgebaut werden. Nicht sinnvoll, findet der Stadtrat. Pascal Meier

Die Stadt steigt Ende 2016 aus dem Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) aus. Dies weil aufseiten der Gemeinden Suhr und Buchs gemäss Stadtrat Aarau kein Interesse für eine Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Region Aarau besteht.

Die Stadt Aarau kündigt den Vertrag über die Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) auf Ende 2016. Im Zusammenhang mit einer Investition in einen neuen Forstwerkhof des Forstbetriebs Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) im Gebiet Suret hat die Stadt Aarau beantragt, Abklärungen über eine Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Region Aarau vorzunehmen.

Da aufseiten der Gemeinden Suhr und Buchs gemäss Stadtrat Aarau kein Interesse für solche Abklärungen besteht, hat der Stadtrat beschlossen, den Vertrag zu kündigen.

Das komplexe Gebilde erklärt sich aus der Fusion von Aarau mit Rohr. Mit der Fusion wurden auch die beiden Ortsbürgergemeinden zusammengelegt. Alle Aktiven und Passiven der Ortsbürgergemeinde Rohr gingen am 1. Januar 2010 an die Ortsbürgergemeinde Aarau über.

Die ehemalige Ortsbürgergemeinde Rohr war Eigentümerin von rund 100 Hektaren Wald. Dieser Wald wird – zusammen mit den Waldungen der Ortsbürgergemeinden Buchs (227 ha) und Suhr (393 ha) – vom Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) bewirtschaftet.

«Investition macht keinen Sinn»

Bereits im Rahmen der Gemeindefusion sei darüber diskutiert worden, wie und wer den ehemaligen Ortsbürgerwald Rohr bewirtschaften solle, teilt der Stadtrat Aarau mit. «Im Zuge der Fusion Aarau-Rohr ist deshalb die Ortsbürgergemeinde Aarau auf Zusehen hin in den bestehenden Bewirtschaftungsvertrag eingestiegen.»

Der Standort «Spittel» des Forstwerkhofs des Forstbetriebes Suhr-Buchs-Aarau liegt in der Bauzone Suhr und steht unter starkem Druck der umliegenden Bebauungen. Er soll deshalb aufgegeben werden. Dafür soll der an der T5 liegende, ältere Werkhof für rund 1,2 Mio. Franken um- und ausgebaut werden.

Für den Stadtrat Aarau macht es keinen Sinn, «dass sich die Ortsbürgergemeinde Aarau an einem weiteren Forstwerkhof im Suret beteiligt, da der Forstbetrieb der Region Aarau über eine zeitgemässe forstliche Infrastruktur verfügt».

Die Stadt Aarau hat daher der Forstbetriebskommission beantragt, vertiefte Abklärungen über eine Zusammenarbeit des Forstbetriebes der Region Aarau mit dem Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) vorzunehmen, bevor in den Forstwerkhof Suret investiert werde. Dazu stellt der Stadtrat fest: «Leider hat die Forstbetriebskommission Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) jede weitere Abklärung über eine vertiefte Zusammenarbeit abgelehnt, mit dem Hinweis, dass man selbstständig bleiben wolle und eine Zusammenarbeit mit Aarau im Forstbereich auf keinen Fall infrage komme.»

Infrastruktur ausreichend

Der Forstbetrieb Region Aarau verfügt gemäss Stadtrat über eine ausgezeichnete Infrastruktur (Forstwerkhof Distelberg, Maschinen-, Fahrzeug- und Gerätepark) und sei bestens in der Lage, neben den heutigen Waldflächen der Ortsbürgergemeinden Aarau (520 ha), Biberstein (147 ha) und Unterentfelden (75 ha) auch die 100 ha ehemaligen Rohrer Ortsbürgerwald zu bewirtschaften.

Der Stadtrat hat daher beschlossen, den bestehenden Bewirtschaftungsvertrag mit den Ortsbürgergemeinden Suhr und Buchs fristgerecht auf den 31. Dezember 2016 zu kündigen.

Der Stadtrat bedauere, dass vonseiten der Forstbetriebskommission Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) kein Interesse besteht, vertiefte Abklärungen über eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Forstbetrieben vorzunehmen. Sollte sich während der Kündigungsfrist eine neue Basis für Gespräche bezüglich neuer Formen der Zusammenarbeit der beiden Forstbetriebe ergeben, sei die Stadt Aarau jederzeit offen für Gespräche und Verhandlungen.

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