Aarau
Für einmal keine Schokolade: Aarauerin schreibt einen Geschichten-Adventskalender

Ein Mausekind wohnt in den Mauern eines Stadthauses und beobachtet die Kinder, die dort leben. Aus der Perspektive der Maus schrieb die Aarauerin Maria Hächler 24 Adventsgeschichten. Der etwas andere Adventskalender kommt bei den Leuten gut an.

Zara Zatti
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Die Illustration am Samichlaustag zeigt passend zur Geschichte einen Esel.

Die Illustration am Samichlaustag zeigt passend zur Geschichte einen Esel.

zvg

Normalerweise sind Adventskalender gefüllt mit Schokolade oder kleinen Geschenken. Der Kalender mit dem Namen «Stadthauskinder» ist anders. Gefüllt ist er nämlich mit Geschichten. Auf 24 Karten wartet jeden Tag eine winterliche Adventsgeschichte zum Vorlesen und eine passende Illustration.

Die Geschichten geschrieben hat die 33-jährige Aarauerin Maria Hächler. «Ich hatte schon länger die Idee, ein Kinderbuch zu schreiben, aber mir fehlte lange ein konkreter Plot.» Mit ihren eigenen Kindern habe sie dann gemerkt, dass es gar keine Wahnsinnsgeschichte braucht, um Kinder zu begeistern: «Sie sind fasziniert von alltäglichen Geschichten.» Und solche findet man auch im «Stadthaus». Dort wohnen Kinder in ganz verschiedenen Familien und mit den unterschiedlichsten Hintergründen. «Mir war es wichtig, Kinder mit einer grossen Vielfalt zu zeigen, dafür eignet sich so ein Stadthaus wunderbar.»

Mit der Maus können sich alle Kinder identifizieren

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive eines Mäusekindes, das in den Mauern des Stadthauses wohnt. Es beobachtet die Kinder und wird teilweise selber Teil des Geschehens. So gelangt es etwa einmal in einen Schulrucksack und kommt so mit ins Klassenzimmer, wo es von der Lehrerin entdeckt wird. «Das Mäuschen eignet sich gut, um die Geschichte zu erzählen, weil es keinem Geschlecht zugeordnet werden muss. So kann sich jeder damit identifizieren.»

Maria Hächler postet seit zwei Jahren eigene Texte auf Instagram. Dabei schreibt sie über ihre Beobachtungen in der Gesellschaft, etwa über die Mutterrolle. Illustriert werden die Geschichten im Stadthaus von der 43-jährigen Rahel Sutter. Zusammengefunden haben sie über Instagram, wo Sutter neben Illustrationen auch kreative Bastelideen für Kinder zeigt. «Ich habe sie für eine Zusammenarbeit für die Stadthauskinder angefragt und wir haben uns wunderbar ergänzt.»

Die Idee mit dem Geschichten-Adventskalender kommt bei den Leuten gut an. Schon über 400 Kartensets wurden bestellt, 60 davon gingen nach Deutschland. «Ich war überrascht über die grosse Nachfrage, wir mussten sogar noch Sets nachdrucken», sagt Hächler. Wer noch bis am Sonntag, 28. November, bestellt, erhält den Kalender noch pünktlich zum ersten Dezember.

Bestellen kann man die Kalender unter maria@heiligerbimbam.ch. Mehr zu den Stadthauskindern gibt es auf Facebook und Instagram.

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