Aarau
Ersatz für marodes OSA-Schulhaus: Einwohnerräte wollen wissen, wo Planung steht

Elf Einwohnerräte aller Couleur wollen vom Stadtrat wissen, wo die Planung des Ersatzbaus für das Oberstufenschulhaus Schachen, kurz OSA, steht – und ob das eingeplante Geld noch reicht.

Katja Schlegel
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Das OSA Oberstufenschulhaus Schachen in Aarau ist baulich in einem schlechten Zustand.

Das OSA Oberstufenschulhaus Schachen in Aarau ist baulich in einem schlechten Zustand.

Sandra Ardizzone / AAR

Das Oberstufenschulhaus Schachen (OSA, für Sek und Real) ist marode. So sehr, dass es bis ins Jahr 2027 ersetzt werden muss. Im August 2020 hat der Stadtrat die Machbarkeitsstudie für ein Oberstufenzentrum (OSA inkl. Bezirksschule) auf der Sportanlage der Alten Kantonsschule in der Telli präsentiert.

Damals hiess es, bis Ende 2020 wolle der Stadtrat einen Grundsatzentscheid treffen. Rund um das kantonale Integrationszentrum, für das der Kanton seine Pläne Mitte März vorstellte, wurde dieser Entscheid auf Sommer 2021 vertagt.

Grosse Rochaden, grosse Chancen – und wenig Zeit

Der Grund: ein Deal, Stichwort «Flächenabtausch». Konkret sollen im Quartier Rössligut neue Sportanlagen für die Alte Kanti entstehen – als Ersatz für diejenigen in der Telli. Durch die Integration der Bez ins Oberstufenzentrum wiederum würde das Zelgli-Schulhaus in direkter Nachbarschaft zur Neuen Kanti frei, was die Position Aaraus im Kampf um neue Kapazitäten bei den Kantonsschulen massiv verbessern würde. Grosse Rochaden, grosse Chancen, grosse gegenseitige Abhängigkeiten. Das braucht Zeit. Und sie läuft.

Das treibt Einwohnerrat Peter Roschi (Die Mitte) und zehn Mitunterzeichnende aller Couleur um. In einer Anfrage wollen sie vom Stadtrat wissen, wann der Wettbewerbskredit für den Ersatzbau behandelt wird und ob Massnahmen ergriffen wurden, um das alte OSA-Schulhaus bis zur definitiven Lösung in Schuss zu halten. Weiter wollen sie wissen, ob die im Investitionsplan vorgesehenen 50 Millionen Franken (inkl. Projektierung) noch realistisch sind.