Aarau
Boulevardrestaurants: Auch das «Capri» will nun nach draussen

Wirt Vincenzo Bubba will Tische aufs Trottoir stellen, um über die Sommersaison zu kommen. Das Baugesuch liegt auf.

Nadja Rohner
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Vordere Vorstadt: Das Restaurant Capri will auch Aussenbestuhlungen.

Vordere Vorstadt: Das Restaurant Capri will auch Aussenbestuhlungen.

Nadja Rohner / Aargauer Zeitung

Für Restaurants ohne Gartenwirtschaft ist der Sommer eine Herausforderung. Das gilt in Pandemiezeiten besonders. «Ohne Terrasse ist es schwierig, die Leute wollen im Sommer draussen sitzen», sagte Vincenzo Bubba, Inhaber der Pizzeria Capri an der Vorderen Vorstadt, am Samstag in der AZ. Sein Baugesuch für eine Aussenbestuhlung, das er am 6. April beim Stadtbauamt eingegeben hat, liegt seit letztem Freitag öffentlich auf. «Nach den langen Covid-Massnahmen sind wir gezwungen, neue Lösungen für unsere Unternehmen zu suchen, um das Überleben zu sichern», schreibt Bubba darin. Die Aussenbestuhlung würde im Sommergeschäft sehr helfen, heisst es weiter.

 Vincenzo Bubba.

Vincenzo Bubba.

Britta Gut

Bubba will auf dem Trottoir entlang der Vorderen Vorstadt drei Vierer- und zwei Zweiertische aufstellen. Dazu Sonnenschirme und Sicht-/Lärmschutzpaneel. Der Mindestabstand zwischen Tischen und Fahrbahnrand sei gewährleistet, sodass Fussgänger passieren können, heisst es weiter sinngemäss. Konkret sind 150 Zentimeter bemessen. Also jener Abstand, der beispielsweise auch beim Parkieren auf dem Trottoir gewährt werden muss. Der «Capri»-Wirt ist einer jener Gewerbetreibenden in der Vorderen Vorstadt, die die geplante Umgestaltung des Strassenraums (kleinere Fahrbahn, breitere Trottoirs, Tempo 20 statt 50) herbeisehnen. Wegen Einsprachen liegt das Baugesuch der Stadt aktuell beim Kanton. Strittige Punkte sind die Temporeduktion und der Verzicht auf die Pflastersteine.