Aarau
274 neue öffentliche Veloplätze für die Bahnhofpendler

Aaraus Vizestadtpräsident Werner Schib weihte am Donnerstag das Veloparking «Ring am Bahnhof» ein.

Nadja Rohner
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Vizestadtpräsident Werner Schib eröffnet das Bauwerk

Vizestadtpräsident Werner Schib eröffnet das Bauwerk

Nadja Rohner

«Die kostenlosen Abstellplätze am gesamten Bahnhof sind voll ausgelastet. Die Velos werden wild parkiert.» – Mit diesen Worten beantragte der Stadtrat letztes Jahr beim Parlament 1,725 Mio. Franken für den Bau einer komplett neuen Velostation, die als Kubus über der Tiefgarageneinfahrt neben dem Bahnhofgebäude (Höhe «Migros») erstellt werden soll. Die Stadt zahlt nicht alles selber: Bund, Kanton, SBB und Credit Suisse als Grundeigentümerin beteiligen sich. Für die Stadt verbleiben 700000 Franken.

Vor einem Jahr lag das Baugesuch für die neue Velostation öffentlich auf – und gestern konnte sie nach einer Bauzeit von rund vier Monaten bereits eingeweiht werden. Verkehrs- und Energieminister Werner Schib sprach von einem «Freudentag» für alle Velofahrer und versprach, dass die Stadt bereits an der Planung weiterer Abstellmöglichkeiten sei. «Das Velo bietet die ideale Kombination aus Geschwindigkeit, geringem Platzbedarf und Klimafreundlichkeit und ist deshalb förderungswürdig.»

Pancho Frey von Pro Velo probiert den Doppelstock-Veloständer aus

Pancho Frey von Pro Velo probiert den Doppelstock-Veloständer aus

Nadja Rohner

Die Velostation mit 274 öffentlichen Abstellplätzen – gratis – weist Doppelstock-Parkings auf, damit die Ausnutzung optimiert wird. Das Bauwerk hat eine Fassade aus Lochblech (Aluminium). Verbaut wurden rund 80 Tonnen Stahl und 80 Kubikmeter Beton. Im Herbst wird das Dach begrünt. Die Idee ist, dass im neuen Parking jene Leute ihre Velos parkieren, die aus Richtung Rohr respektive teils aus Buchs oder der Telli zum Bahnhof kommen – via neuen Veloweg (seit Ende 2020) durch das Torfeld Nord und die 2016 eingeweihte Lindenhofbrücke (beim Kreuzplatz) zum Bahnhof gelangen.

Velo-Markierungen in der Altstadt

Auch in der Altstadt, wo Velos oft gar wild durcheinander abgestellt werden und im Weg sind, geht etwas: Wie Stadträtin Suzanne Marclay am «Speeddating» des Gewerbeverbands verriet, werden bald am Boden Veloparkfelder aufgezeichnet, damit klar wird, wo die Drahtesel erwünscht sind und wo nicht.

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