Aarau

6 Millionen Fahrgäste im 2013: Wynental- und Suhrentalbahn bricht Rekord

Halt in Suhr: Die WSB baut ihre Infrastrukturanlagen kontinuierlich aus.

Halt in Suhr: Die WSB baut ihre Infrastrukturanlagen kontinuierlich aus.

Die Wynental- und Suhrentalbahn WSB hatte 2013 ein Rekordjahr: Die Zahl der Passagiere nahm um fast 16 Prozent zu. Direktor Grünenfelder geht davon aus, dass die Fahrgastzahlen bis 2030 um weitere 35 Prozent zunehmen.

«Über 5,9 Millionen Fahrgäste, das ist bis dato die höchste Nachfrage in der Geschichte der WSB», erklärte VR-Präsident Kaspar Hemmeler an der Aktionärsversammlung der Wynental- und Suhrentalbahn AG (WSB) im Hotel Bären in Suhr. Direktor Mathias Grünenfelder wies darauf hin, dass damit der Verkehr in den vergangenen acht Jahren um 50 Prozent zugenommen hat. Die von der WSB vorgegebene Wachstumsstrategie ging von 50 Prozent Mehrverkehr zwischen 2010 und 2030 aus. «Dieses Ziel ist mit den aktuellen Zahlen bereits übertroffen», sagte Grünenfelder. Er geht davon aus, dass die WSB ihre Fahrgastzahlen bis ins Jahr 2030 um weitere 35 Prozent steigert.

Der Mehrverkehr habe auch das Unternehmensergebnis positiv beeinflusst, erklärte Hemmeler den rund 70 Aktionären und Gästen. Das Ergebnis zeige aber auch, dass das Unternehmen seine Kosten im Griff habe. Der Verkehrsertrag betrug 2013 8,6 Millionen Franken, an Nebenerträgen wurden 7,2 Millionen eingenommen. An Abgeltungen bezog die WSB 20,3 Millionen Franken.

Ausbau der Bahnanlagen

Die Zunahme der Nachfrage hat Konsequenzen für die Infrastruktur. Die WSB sieht laut Grünenfelder vor, das Rollmaterial konsequent auf 120 Meter lange Züge auszubauen. Die nächsten Schritte dazu seien neue Bahnhofsanlagen in Zetzwil und Oberkulm.

Der Ausbau von Zetzwil soll dieses Jahr gestartet werden, unter anderem mit schienenfreiem Zugang zu den Zügen für Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Sowohl bei der Eigentrassierung in Unterkulm, als auch bei der Sanierung der Kantonsstrasse in Teufenthal komme man der Realisierung näher, sagte Grünenfelder. Dennoch könnten diese Projekte erst nach Ablauf der vom Bundesamt für Verkehr vorgegebenen Anpassungsfrist Ende Jahr in Betrieb genommen werden. In der Übergangszeit seien provisorische Massnahmen nötig.

Obwohl der Strassenverkehr zugenommen hat, hat die Zahl der Kollisionen mit Fahrzeugen und Personen abgenommen. Im vergangenen Jahr waren es noch 18. Grünenfelder ist überzeugt, dass die Sanierungen ihre Wirkung zeigen, kann aber aufgrund der kleinen Zahl nicht mit Bestimmtheit sagen, ob dies einem längerfristigen Trend entspricht. Er betonte, dass die Kollisionen ausnahmslos durch Strassenverkehrsteilnehmer worden sind, welche Signale missachteten.

Die Kunden sind mit der WSB zufrieden. Dies zeigt eine Umfrage. Positiv bewertet wurden insbesondere das Fahrpersonal, die Sauberkeit der Fahrzeuge, die Zuverlässigkeit und die bedienten Verkaufsstellen. Noch immer nicht zufrieden sind die Passagiere mit den Billettautomaten und dem Tarifsystem. Die Einführung des integralen Tarifverbundes Z-Pass habe, so Mathias Grünenfelder, auch im Netz der WSB Unzufriedenheit ausgelöst. Nun hoffe man, dass der Tarifdschungel mit dem von den nationalen Tarifverantwortlichen beschlossenen Swiss-Pass entwirrt werde.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Benjamin Wittwer als Vertreter des Kantons. Er ersetzt Hanspeter Fricker, Buchs, der elf Jahr im VR mitgewirkt hat. Für Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech, sie war 12 Jahre im Verwaltungsrat, wurde Stadtrat Werner Schib gewählt.

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