Gränichen
57-Millionen-Bau: Migros-Bäckerei investiert in «neue Brotgeneration»

Die Migros-Bäckerei Jowa forciert mit einem Millionen-Projekt in Gränichen die Produktion von Tiefkühlbrot. Im Jahr 2017 soll das «Werk 2» stehen, in dem jährlich zusätzlich 15'000 Tonnen Brot hergestellt werden können.

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57-Millionen-Projekt: Visualisierung des Neubaus in Gränichen.

57-Millionen-Projekt: Visualisierung des Neubaus in Gränichen.

ZVG

Andi Seubert hatte Mühe, den Lärm der Baumaschinen zu übertönen: Während der Projektleiter am Dienstag den Spatenstich für das «Werk 2» der Jowa AG in Gränichen zelebrierte, buddelte sich im Hintergrund bereits ein Bagger durch die Erde. Denn die Zeit drängt.

Innerhalb von rund 20 Monaten will die Jowa neben der bestehenden Gränicher Regionalbäckerei eine zusätzliche, 57 Millionen Franken teure Produktionshalle aufziehen. Das «Werk 2» wird über eine jährliche Produktionskapazität von 15 000 Tonnen Brot verfügen — zusätzlich zu den 35 000 Tonnen der bestehenden Bäckerei.

Mit einer Überkapazität rechnet Seubert trotzdem nicht. Denn die Bedürfnisse hätten sich geändert: «Der Kunde will heute warmes, frisch gebackenes Brot.»

In landesweit insgesamt 94 grösseren Migros-Filialen deckt die Jowa dieses Bedürfnis mit Hausbäckereien vor Ort ab. Die übrigen Standorte verfügen über Aufbacköfen — und werden bereits heute aus Gränichen mit tiefgekühltem, sogenanntem Bake-off-Brot beliefert.

In den letzten zehn Jahren hat die Jowa laut Seubert jährlich fünf Millionen Franken in Umbau und Erweiterungen der Hausbäckereien und 1,5 Millionen in Aufbackstationen investiert.

Der Anteil des Bake-off-Brots an der gesamten Jowa-Brotproduktion beträgt heute 25 Prozent. Und mit der Inbetriebnahme des neuen Werks wird dieser Anteil auf Kosten der Regionalbäckereien weiter steigen.

In Gränichen werde ab 2017 aber nicht einfach eine grössere Menge Tiefkühlbrot produziert, sondern eine «neue Brotgeneration», verspricht Seubert ohne ins Detail zu gehen.

Die Jowa habe neue Rezepturen und neue Herstellungsverfahren erforscht, verrät er lediglich. Unter anderem werde das Brot der neuen Generation länger als heute haltbar bleiben. Man darf gespannt sein. (per)

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