Fussgängerstreifen
500 Unterschriften für Zebrastreifen

Gemeinde und Kanton prüfen einen neuen Übergang auf der Bruneggerstrasse.

Irena Jurinak
Merken
Drucken
Teilen

In Möriken-Wildegg fordern Einwohner über eine Petition einen Fussgängerstreifen an der Bruneggerstrasse auf Höhe der Garage Oesch. Über 500 Personen haben für das Anliegen unterzeichnet.

Der Gemeinderat steht dem Anliegen positiv gegenüber, zuständig ist der Kanton, da es sich um eine Kantonsstrasse handelt. Erste Begehungen haben laut Gemeindekanzlei ergeben, dass auch der Kanton das Bedürfnis für einen Fussgängerstreifen anerkennt. Derzeit wird mit einem Verkehrsingenieur geprüft, welche Lösungen infrage kommen.

Bei Schulbeginn stark befahren

Die Initiantin der Petition wohnt ganz in der Nähe der Garage Oesch. Weil dort das Trottoir endet, queren Fussgänger die Strasse, um auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen. «Ich beobachte oft aus dem Fenster, dass Kinder oder ältere Personen Mühe haben, über die Strasse zu gelangen. Die Autofahrer halten nicht an und die Fussgänger müssen fünf Minuten lang warten.» Genau dann, wenn Kinder auf dem Weg zur Schule seien, habe es sehr viel Verkehr.

«Die meisten fahren auch schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde.» Es sei schon mal ein Fussgänger angefahren worden. «Wir sollten nicht warten, bis ein schlimmer Unfall geschieht.»

Laut Kurt Grauwiler, Leiter Verkehrstechnik, Abteilung für Tiefbau beim Kanton Aargau, gibt es für Fussgängerstreifen eine Richtlinie vom Verband Schweizerischer Strassenfachleute (VSS). Sie geht von 100 Querungen innerhalb der drei bis fünf am meisten belasteten Stunden aus. «Das ist jedoch kein absoluter Wert, auch andere Faktoren spielen eine Rolle.» So werde geprüft, ob schützenswerte Personen – Kinder oder ältere Personen – die Strasse überqueren müssen.

Weiter spielt es eine Rolle, ob der Fussgängerstreifen im Fusswegnetz einer Gemeinde eine wichtige Rolle spielt, also beispielsweise am Schulweg liegt. «An der Peripherie wird man eher von einem Fussgängerstreifen absehen.» Es brauche jedoch auf Fussgängerstreifen eine gewisse Frequenz. «Wenn ein Fussgängerstreifen nie genutzt wird, wird er von den Autofahrern nicht mehr beachtet.»

Unabhängig von der Petition befasst sich der Gemeinderat in Möriken-Wildegg auch mit den Fussgängerstreifen an der Dorfstrasse und an der Niederlenzerstrasse. An der Dorfstrasse prüft man ein Zusammenlegen der Übergänge, an der Niederlenzerstrasse, ob es möglich ist, den heutigen Fussgängerstreifen beim Feuerwehrgebäude Richtung Einmündung Schulweg zu verschieben.