Vor drei Jahren ging die das Videoportal zeitraumaargau.ch online. Im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kanton Aargaus wird die Raumentwicklung im Kanton visualisiert und frei zugänglich. Seither kann man online auf historische aber auch aktuelle Filme zu Themen wie Siedlungsplanung, Naturschutz, Familien und Wohnen zugreifen. Und es werden stetig mehr: Seit Ende August können sich Interessierte durch 50 neue Videos klicken.

Beiträge aus dem Archiv des Schweizer Fernsehen

«Die Raumentwicklung ist heute ein wichtiges Thema», sagt Christian Bachofner, einer der Auftraggeber vom BVU. Die Zersiedelung ist momentan in aller Munde. «Neu sind die hochgeladenen Beiträge allerdings nicht wirklich», erklärt Bachofner. Die Beiträge wurden aus dem Archiv des Schweizer Fernsehen stammen und seien zu einem grossen Teil in den Neunzigerjahren entstanden.

So zum Beispiel ein kurzer Beitrag unter dem Titel «Menschengerechtes Wohnen». Er wurde 1991 im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Der Beitrag stellt drei Bauprojekte vor und befasst sich mit den Problemen des Wohnungsbaus in den Neunzigern. Unter den vorgestellten Projekten ist auch die ehemalige Fabrik von Chocolat-Frey vis-à-vis der Tellihochhäuser. Die Fabrik galt als positives Beispiel dafür, wie man eine Fabrikanlage auch für betagte und behinderte Personen bewohnbar machen kann.

Die Telli vor zehn Jahren

Auch eine Reportage über die Telli im Jahr 2003 ist jetzt auf zeitraumaargau.ch verfügbar. Im Beitrag «Leben im Hochhaus» warf Nicole Himmelreich einen Blick auf die Bewohner, ihre Schrebergärten, Alltagsfreuden und Probleme. So sieht man Jugendliche, die sich abends im Einkaufszentrum mit Breakdance ihre Zeit vertreiben, lernt einen Hauswart kennen und bekommt durch den pensionierten Franz Graf, der durch Kinderlähmung an den Rollstuhl gefesselt ist, einen Eindruck davon, wie einsam man mitten unter vielen Menschen sein kann.

Mit dem Ausschnitt aus der Sendung «Schweiz Aktuell» von 2010 «Unter dem Aarauer Bahnhof: der Meyersche Stollen» hat man schliesslich vom Schreibtisch her Zugang in den Aarauer Untergrund. Vorgestellt werden die 1,7 km langen Stollen, die Johann Rudolf Meyer vor 200 Jahren zur Wasserversorgung seiner Seidenweberei erbauen liess. Zu Wort kommt auch Stadtammann Marcel Guignard.