Aarau

3500 Personen unterzeichnen Petition für mehr Schnellzugshalte in Aarau

Die S-Bahn Aarau-Zürich fährt ab 2018 im Halbstundentakt.

Die S-Bahn Aarau-Zürich fährt ab 2018 im Halbstundentakt.

3500 Personen haben eine Petition unterzeichnet, mit welcher der Planungsverband der Region Aarau bei den SBB mehr Schnellzugshalte am Bahnhof Aarau fordert.

Als Antwort auf die Kritik des Planungsverbandes Region Aarau (PRA) an den fehlenden Schnellzugshalten im Aargau hat SBB-CEO Andreas Meyer im Juni 2010 auf die fehlende Infrastruktur aufmerksam gemacht.

Meyer versprach damals, dass sich die Situation verbessere, wenn in einem ersten Schritt der Eppenbergtunnel auf der Strecke Aarau-Olten auf Vierspurbetrieb ausgebaut sei.

Jetzt liegt das Projekt vor und der Planungsverband ergreift die günstige Gelegenheit, den SBB-CEO an seine Aussagen zu erinnern.

Während der öffentlichen Auflage des Bauprojekts Eppenbergtunnel hat er innerhalb von lediglich 14 Tagen rund 3500 Unterschriften gesammelt. Diese wurden jetzt in Form einer Petition nach Bern geschickt. In der Bittschrift werden verschiedene Angebotsverbesserungen verlangt.

Stete Qualitätseinbussen

Bisher, schreibt der Planungsverband, müsse man im Aargau vor allem mit Qualitätseinbussen leben. Jüngstes Beispiel sei die Kappung der IR-Direktverbindungen Basel-Aarau-Zürich-Ziegelbrücke-Chur auf den nächsten Fahrplanwechsel.

Die Erwartungen der Region Aarau seien verständlich formuliert und gut begründet, schreibt der Planungsverband.

Gefordert werden mehr Schnellzugshalte, eine Verbesserung der Rollmaterialqualität, weniger Zwang zum Umsteigen in Zürich und Olten sowie weniger unbediente und unbegleitete Züge.

Konkret erwarte der Verband spätestens mit der Inbetriebnahme des Eppenbergtunnels einen direkten Nutzen für die Region und den Kanton, schreibt er und listet konkrete Forderungen auf:

Vier direkte schnelle Verbindungen pro Stunde nach Zürich und weiter (Flughaben/Ostschweiz/Graubünden), zwei IC/IR-Halte pro Stunde nach Bern und weiter, zwei IC/IR-Halte pro Stunde mit guten Anschlüssen sowie direkte Anbindung an die NEAT in Arth-Goldau.

Bisher sei seitens der SBB lediglich versichert worden, dass der Halt des ICN Jurasüdfuss nicht infrage gestellt sei und dass die Möglichkeit besteht, nach dem Vierspurausbau Olten-Aarau die Verdichtungs-IC in Aarau halten zu lassen. Für eine weitergehende Verbesserung müsse vorerst auch der Chestenbergtunnel gebaut werden.

Der Planungsverband erwartet jedoch schon mit dem Eppenbergtunnel weit mehr Halte von Fernverkehrszügen.

So, wie sie vom Grossen Rat an der Sitzung vom 20. September 2011 gefordert worden seien.

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