Buchs
270 Stände auf drei Parkhausetagen am Floh- und Antikmarkt

Der erste Floh- und Antikmarkt im Wynecenter in diesem Jahr bot einzigartige Objekte mit einer eigenen Geschichte: Autogrammkarten der WM 94, alte Brettspiele oder Dosen aus dem 19. Jahrhundert.

Daniel Vizentini (Text und Fotos)
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Alles andere als klein und handlich: Ein Natel aus den 80ern.
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Der erste Floh- und Antikmarkt im Wynecenter in diesem Jahr bot einzigartige Objekte.
Antike Kameras gab es gleich massenweise im Angebot.
Alte und gut erhaltene Nähmaschinen made in Switzerland.
Eine alte Parkuhr als Küchenwecker zum Beispiel? Warum nicht!
Mit dieser alten Maschine schreibt es sich nicht besser, aber mit Stil.

Alles andere als klein und handlich: Ein Natel aus den 80ern.

Alte Schreibmaschinen, Modelleisenbahnwagen der SBB aus den 60er-Jahren, kleine Swissair-Flugzeugmodelle, Schallplatten mit Musik von The Doors oder den Scorpions und alte, gut erhaltene Brettspiele: Fein säuberlich findet man diese und weitere Perlen von früher auf einem Tisch platziert. «Meine Frau und ich haben den Stand heute Morgen gemeinsam aufgebaut», sagt der Verkäufer. Anbieten täten sie nur Dinge, die sie selber mögen. «Und zu denen wir eine Geschichte erzählen können.»

Jeder der über 270 Stände am Floh- und Antikmarkt im Parkhaus des Wynecenters in Buchs ist eine wahre Fundgrube – einerseits für Unikate und andererseits für die Geschichten, die hinter diesen Gegenständen stecken. Weil sein Vater ihn als Kind jeweils an den Flughafen Zürich fuhr, um gemeinsam Flugzeuge zu beobachten, begann einer der Verkäufer zum Beispiel verschiedene Swissair-Gegenstände zu sammeln. «Von denen verkaufe ich nur solche, die ich zweimal habe», sagt er.

Dasselbe gelte für die Autogrammkarten der Schweizer Nati-Spieler der unvergessenen WM 94. Ähnlich sieht es auch ein Verkäufer, der alte Spielsachen anbietet. Auch er verkauft nur solche, die er bereits doppelt besitzt. «Ich würde meine Sammlung nie hergeben.»

«Jetzt müssen sie halt weg»

Andere hingegen trennen sich am Markt schweren Herzens von ihren geliebten Gegenständen. Etwa ein Standbesitzer, der zahlreiche alte Blechdosen ausgestellt hat. «Ich habe sie jahrzehntelang gesammelt», sagt er. Das älteste Modell sei eine Schokoladenpulver-Dose, die aus dem 19. Jahrhundert stammen soll. «Für meine Frau nehmen die Dosen zu Hause zu viel Platz ein. Jetzt müssen sie halt weg.»

An einem anderen Stand verkauft ein Mann alte Spielzeugwagen aus Metall. «Ich bin ein absoluter VW-Fan», erzählt er. Nun sei er aber in ein kleineres Haus gezogen und müsse einige Modelle verkaufen.

Der Buchser Floh- und Antiquitätenmarkt startete gestern in seine sechste Saison. Jeweils am letzten Sonntag des Monats kann dort von Dingen, die zu Hause herumstehen, bis zu teuren Antiquitäten alles zum Verkauf angeboten werden.

Zum ersten Mal erstreckte sich der Markt auf drei Parkhausetagen. «Dadurch haben wir Platz gewonnen für rund 50 Stände mehr», sagt einer der Verantwortlichen am Infostand. «Wir müssen nochmals hierherkommen», sagt ein Besucher zu seiner Ehefrau. «Der Markt ist so gross, man muss sich genug Zeit dafür nehmen.»

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