Ende 2004 hatte Erlinsbach AG noch 3505 Einwohner. 2017 waren es schon 4154 Personen – das ist eine Zunahme von knapp 19 Prozent in 13 Jahren. Und das Wachstum geht weiter: An der Aarauerstrasse wird demnächst eine weitere vergleichsweise grosse Baulücke geschlossen. Das Baugesuch für die Wohnüberbauung «Erlin» liegt bis zum 5. März öffentlich auf.

Das Projekt der Hunziker Architekten AG, Dättwil, kommt auf Boden zweier verschiedener Grundeigentümer zu liegen, die sich für das Bauvorhaben zusammengetan haben. Die Baukosten belaufen sich gemäss Baugesuch auf knapp 9,4 Mio. Franken.

Der Bauperimeter ist winkelförmig und misst 3270 Quadratmeter. Im südlichen Teil, direkt an der Strasse, befindet sich ein altes Bauernhaus, das dem Neubau weichen muss. Hier ist ein etwas zurückversetztes längsförmiges Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen vorgesehen. Es hat drei Vollgeschosse plus ein Attikageschoss.

Das neue Gebäude nimmt eine Riegelfunktion ein und schützt die hangaufwärts liegenden Häuser auch vor Strassenlärm. Hinter dem grossen Mehrfamilienhaus sind – parallel zur Strasse angeordnet – drei punktförmige Bauten mit je vier Wohnungen vorgesehen. Hier sind nur zwei Vollgeschosse plus Attikageschoss erlaubt.

Höhere Ausnützungsziffer

Die neuen Häuser werden im Sinne einer Arealüberbauung realisiert. Das bringt für die Bauherrschaft den Vorteil, dass die Ausnützungsziffer von 0,6 (Zone W3) um bis zu 15 Prozent überschritten werden darf.

Alle Häuser werden in Massivbauweise erstellt. Die Flachdächer und Teile der Attika-Aussenbereiche sollen begrünt sein. Die Überbauung wird eine unterirdische Garage mit 39 Parkfeldern, inklusive Besucherparkplätzen, haben. Es ist eine Erdsondenheizung geplant, eine Minergie-Zertifizierung sieht die Bauherrschaft nicht vor.

Zwischen den Häusern soll ein Spiel- und Freizeitplatz mit Wiesen, Sträuchern und Bäumen eingerichtet werden. Eine betont familienfreundliche Überbauung wird es allerdings nicht: Es gibt lediglich in den drei Punktbauten je eine Wohnung mit 4,5 Zimmern. Die meisten – zwölf Wohnungen – haben 3,5 Zimmer, der Rest 2,5 Zimmer. Bemerkenswert ist, dass die Punkthäuser je über eine Maisonettewohnung, eine Gartenwohnung, eine grosse OG-Wohnung und eine Attikawohnung verfügen.

Lärm als Herausforderung

Die Planer mussten sich bei der Überbauung «Erlin» mit dem Problem des Strassenlärms auseinandersetzen. Denn die Aarauerstrasse weist ein Verkehrsaufkommen von durchschnittlich fast 11 000 Fahrzeugen täglich auf. Auf der Südseite der Häuser befinden sich deshalb die Wohn- und nicht die Schlafräume.

Ausserdem sind alle diese südlichen Räume so ausgerichtet, dass mindestens ein Fenster in eine akustisch optimierte Loggia führt, damit die Lärmschutzgrenzwerte eingehalten werden können.