Der Mann aus dem Kanton Zürich wurde vorübergehend inhaftiert, wie die Aargauer Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau eröffnete eine Strafuntersuchung. Der Lenker war trotz Führerausweisentzugs am Steuer gesessen.

Er war einer Polizeipatrouille kurz vor 13 Uhr auf der A1 in Gränichen aufgefallen, weil das hintere Kontrollschild am Auto gefehlt hatte. Zuerst schien er das Haltezeichen zu befolgen, gab dann aber unvermittelt Gas.

Mit stark übersetzter Geschwindigkeit und riskanten Überholmanövern - teilweise rechts und über den Pannenstreifen - versuchte er zu flüchten. Die Patrouille folgte mit Blaulicht und Sirene. Zudem wurde Verstärkung angefordert.

Drei Tunnels gesperrt

Die waghalsige Flucht bei Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h führte auf die A3 in Richtung Basel. Die Polizei sperrte sofort die Tunnels Habsburg, Schinznacherfeld und Bözberg.

Der Flüchtende liess sich auch dadurch nicht beirren. Er passierte die stehende Fahrzeugkolonne auf dem Pannenstreifen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit durch die Tunnels.

Inzwischen hatten weitere Patrouillen bei Eiken einen künstlichen Stau verursacht, was den Lenker schliesslich zum Stoppen zwang. Der Portugiese liess sich widerstandslos festnehmen.

Auch die Freundin des Flüchtenden hatte zunächst versucht, die Polizei zu behindern. Während der Nachfahrt der Polizei auf der A1 setzte sich die 22-Jährige mit ihrem Auto zwischen das Fahrzeug ihres Freundes und der Polizeipatrouille. Die Portugiesin wird für ihr Handeln ebenfalls zur Rechenschaft gezogen.