AAR bus+bahn fuhr im Jahr 2013 in den Wochenende-Nächten 21 900 Fahrgäste nach Hause. Das sind 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Vermehrt nutzten die meist jugendlichen Personen, die ihr Abendvergnügen erst ab 22 Uhr starten und deutlich nach Mitternacht nach Hause zurückkehren, den öffentlichen Verkehr, erklärt Erwin Rosenast, Leiter Kommunikation bei AAR bus + bahn.

Fünf Linien bedient

Die Nachtbusse, die unter dem Namen «Nacht-Welle» verkehren, bedienen jeweils Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag fünf Linien, nämlich in Richtung Erlinsbach/Küttigen/Biberstein, Gretzenbach/Schönenwerd/Olten, Buchs/Menziken, Schöftland/Kölliken und Rohr/Lenzburg.

Von den rund 21 900 Fahrgäste der «Nacht-Welle» fuhren je ein Drittel ins Wynental, ins Suhrental und in die Bus-Agglomeration Aarau. Die grösste Nachfragesteigerung verzeichneten die Angebote in der Bus-Agglomeration mit 17 Prozent, gefolgt vom Angebot Richtung Suhrental mit einem Plus von 2 Prozent.

Das Angebot ist nicht gratis

«Ein Angebot nach Mitternacht verursacht verglichen mit den Tagesleistungen Mehrkosten, auch aus Sicherheitsgründen», erklärt Rosenast.

So würden die Fahrten regelmässig von Personen einer Sicherheitsfirma begleitet. Dies sei auch der Hauptgrund dafür, dass beim Angebot «Nacht-Welle» zu einem normalen Fahrausweis zusätzlich ein Nachtzuschlag von 5 Franken bezahlt werden müsse.

Der einheitliche Nachzuschlag gilt für alle Nachtbusse und Nacht-S-Bahnen im ganzen Agglomerationsbereich Zürich-Aarau und in weiteren sieben Nachtnetzen. Das Lösen des Nachtzuschlages kann zu Verspätungen führen, wenn gleichzeitig viele Passagiere in den Bus drängen.

Peter Baertschiger, Leiter Busbetrieb, macht die Reisenden deshalb darauf aufmerksam, dass der Nacht-Welle-Zuschlag auch mehrfach gelöst werden kann. «Dies verkürzt die Wartezeit beim Lösen und der Fahrgast spart gegenüber dem Einzelpreis zudem rund zehn Prozent.» (az)