Ein einziges Sachgeschäft wird die Suhrer Sommergmeind vom 13. Juni beschäftigen: der Ausführungskredit von 1,94 Millionen Franken für die erste Etappe der Sanierung des Bezirksschulhauses. Das Gebäude am Mühleweg stammt aus dem Jahre 1968 und ist akut sanierungsbedürftig. Die erste Sanierungstranche gilt den Räumen in den beiden «Türmen», in denen sich die Schulküchen und die Werkräume befinden. Wie sich den Unterlagen für die Gemeindeversammlung entnehmen lässt, hat eine Überprüfung der Tragstruktur 2012 ergeben, dass eine Verbesserung der Erdbebensicherheit bei beiden Trakten angezeigt ist. Aus diesem Grund wird je eine Betonscheibe eingebaut.

Lebensmittelinspektor drängt

Die Schulküchen müssen auf den Stand der heutigen gesetzlichen Vorschriften gebracht werden. Offenbar drängt der Lebensmittelinspektor schon seit Jahren auf eine entsprechende Erneuerung. Mit der Sanierung können die Küchen auch besser auf die Nutzung im Sinne des neuen Aargauer Lehrplans ausgerichtet werden. Sie werden mit vier Kochinseln ausgestattet und vom Theorie- und Essbereich optisch getrennt. Neu entsteht ein Hauswirtschaftsraum mit Kühlschrank, Tiefkühlschrank, Waschmaschine und Tumbler.

Ähnliches wie für die Küchen gilt für die Werkräume. «Diese», heisst es im «Gmeindsbüechli», «entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben.» Wie auch in den Schulküchen müssen sämtliche Wasser-, Lüftungs- und Elektroinstallationen sowie die Beleuchtung ersetzt werden. Der bestehende Maschinenraum wird vergrössert. Und der Einbau einer Verglasung sorgt dafür, dass die Lehrpersonen künftig das Geschehen jederzeit im Blick haben.

Sanierungsbedarf bei Schulraum

Die knapp 2 Millionen Franken, welche die Sommergmeind sprechen soll, sind erst ein lockerer Aufgalopp, nur der bescheidene Anfang der Investitionen, die in den kommenden Jahren ins Bezirksschulhaus gesteckt werden müssen. Auch die beiden länglichen Trakte harren einer Auffrischung. Ab 2022 soll dieses weit umfangreichere zweite Paket angepackt werden. Am Informationsforum war die Rede davon, dass sich die Kosten dannzumal auf rund 10 Millionen Franken belaufen dürften.

Überhaupt stehen diverse Investitionen in Schulbauten an. Mit der Realisierung des Kindergartens Schützenweg, der im Sommer eröffnet wird – Kosten 2,44 Millionen Franken – ist zwar das Thema Neubauten vorderhand abgeschlossen. Dafür muss Suhr nun den Kindergarten Schmittengasse für 600'000 Franken sanieren. Und schon steht auch der Projektierungskredit für die Sanierung des Schulhauses Ost an. Der Sanierungsbedarf wird hier auf rund 3 Millionen Franken beziffert.

Rechnung besser als erwartet

Die Rechnung 2018 der Einwohnergemeinde Suhr, welche der Gmeind zur Genehmigung vorliegt, gibt keinen Anlass zu Klagen: Das operative Ergebnis fiel um rund 1,77 Millionen Franken besser aus als budgetiert. Statt eines Aufwandüberschusses resultierte ein Ertragsüberschuss von 624'000 Franken. Verantwortlich dafür waren nicht zuletzt hohe Mehrerträge bei allen Steuerarten, vor allem aber bei den juristischen Personen. Bei einer Selbstfinanzierung von 3,4 Millionen Franken konnten die Nettoinvestitionen von knapp 5 Millionen Franken zu 68 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden.