Aarau

19 Stimmen Vorsprung: Cavegn Leitner sehr knapp zur Vizepräsidentin gewählt

Im Kronetalk noch im Kopf-an-Kopf-Rennen: Angelica Cavegn Leitner (links) und Regina Jäggi.

Im Kronetalk noch im Kopf-an-Kopf-Rennen: Angelica Cavegn Leitner (links) und Regina Jäggi.

Ein weiteres Zeichen für die knappen Kräfteverhältnisse in Aarau: Linke Kandidatin fürs Vizepräsidium der Stadt Aarau gewinnt mit nur 19 Stimmen Vorsprung.

Im ersten Wahlgang am 22. September lag Regina Jäggi (SVP) noch mit 314 Stimmen vor Angelica Cavegn Leitner (Pro Aarau).

Im zweiten Wahlgang um das Vizepräsidium des Stadtrates, drehte das Kräfteverhältnis, doch es wurde sehr knapp: Mit einem Vorsprung von lediglich 19 Stimmen konnte Cavegn Leitner die Wahl für sich entscheiden. Sie erhielt 3138 Stimmen, auf Regina Jäggi (SVP) entfielen 3119 Stimmen.

Beide Politikerinnen sind überrascht

Überrascht hat das Resultat beide Politikerinnen. «Ich habe nicht damit gerechnet», sagt Regina Jäggi zur Nicht-Wahl, und Kollegin Angelica Cavegn sagt: «Unsere Hochrechnungen der Stimmenverschiebung nach dem Wegfall der anderen Kandidaten haben eigentlich ergeben, dass Regina 55 % erhalten wird.»

Die neue Vizepräsidentin hätte mit diesem knappen Resultat geradesogut Regina Jäggi heissen können. Diese findet denn auch: «Ich fühle mich mit nur 19 Stimmen weniger nicht als Verliererin.» Enttäusct sei sie zwar schon, aber nach so langer Zeit in der Politik habe sie keine Mühe den Entscheid zu akzeptieren.

Harmonisches Trio

Auf das stets harmonische Auftreten der beiden Kandidatinnen im Vorfeld der Wahl angesprochen, sagt Jäggi: «Das ist tatsächlich so, da ist nichts vorgespielt.» Sie fände das gute Auskommen wertvoll, «jetzt müssen wir auch beginnen, gut miteinander zu arbeiten.»

Nicht nur Jäggi und Cavegn scheinen sich gut zu verstehen - auch zusammen mit der Stadtpräsidentin in spe, Jolanda Urech, harmoniert es.

«Ich freute mich auf die Zusammenarbeit al Vizepräsidentin mit Jolanda», sagt Jäggi, «aber es ist kein Weltuntergang.» Cavegn Leitner ihrerseits sagt, jetzt gehe es darum, mit der neuen Stadtpräsidentin zusammen ihre Rolle als Vizepräsidentin zu definieren. Sie habe schon einige Ideen, wolle sich aber zuerst mit Jolanda Urech absprechen.

Hat die Vizepräsidentin künftig mehr zu sagen?

Auf die Vermutung, dass das Amt der Vizepräsidentin nach dem Rücktritt von Marcel Guignard künftig mehr Gewicht haben könnte, sagt sie: «Ich könnte mir das vorstellen, aber wir müssen zuerst noch zusammensitzen.»

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