Pünktlich zum Frühlingsbeginn kehrt die Stadt Aarau den grünen Daumen heraus: Beim Telliring wurden 15 junge Linden gepflanzt, welche die historische Parkanlage mit dem einzigartigen Baumkreis komplettieren.

Das Besondere an der Baumpflanzaktion: Bei acht Bäumen legte gestern der Stadtrat in corpore samt Stadtschreiber und Stadtbaumeister selber Hand an. Ob in Turn- oder in schwarzen Lackschuhen zum Termin erschienen – für alle hiess es: zur Schaufel greifen und ein paar Kilo Erde im Kreis ums noch glatte Stämmchen der zwölf Jahre alten Linden drapieren.

120 bis 130 Jahre alt sind ihre grossen «Geschwister» beim Telliring. In ihrer längst borkig gewordenen Rinde, so Max Jaggi, Leiter Grünflächenpflege der Stadt, finde der Baumläufer selbst im Winter Insekten. Eines Tages werden auch die neu gepflanzten Bäume so weit sein. Jaggi sprach deshalb von einer «Investition für künftige Generationen». So werde es auch in 50 Jahren noch möglich sein, hier die Natur zu beobachten.

Als «Freude- und Friedensbaum» bezeichnete Regina Jäggi – im Verein mit Martin Luther – die Linde. Die Ende Jahr abtretende Stadträtin aus dem Stadtteil Rohr feierte am Montag mit der Baumpflanzaktion auch ihren 60. Geburtstag. Kaum eine andere Schweizer Stadt, befand sie, sei so sehr vom Grün geprägt wie Aarau.

Und: «In einer Stadt, die frisch daherkommt, biologisch-dynamisch, natürlich – in der lebt und verweilt es sich gerne.» Das Erhalten und Fördern der Biodiversität, so Jäggi weiter, müsse stets das Ziel bleiben. Mit der Baumpflanzaktion wolle der Stadtrat ein Zeichen setzen und sich für eine intakte Stadtnatur und den damit verbundenen Erhalt der hohen Lebensqualität stark machen.