Die 14-jährige Somalierin und ihre gleichaltrige mazedonische Freundin aus der Region Aarau sind letztes Wochenende aufgeflogen, weil sie mit dem Auto ihres 75-jährigen Nachbarn bei einer Spritzfahrt in Solothurn in einen Baum crashte – sie lieferten sich zuvor eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.  

Die Hintergründe zur Strolchenfahrt zweier 14-jähriger Teenager.

Die Hintergründe zur Strolchenfahrt zweier 14-jähriger Teenager.

Nun werden weitere Details bekannt: Die Somalierin soll Anführerin einer Teenie-Gang aus der Region Aarau sein, zu der neben ihrer mazedonischen Freundin auch zwei 17- und 24-jährige Schwestern gehören. Sie sollen den 75-jährigen Rentner, der ihnen das Auto für ihre Strolchenfahrt geliehen hat und im selben Block wie die Somalierin wohnt, ausgenommen haben. Dies berichtet der "Blick". 

Der pensionierte Mann und Witwer hat den Mädchen anscheinend alles gegeben, was sie verlangten. Und diese verprassten das Geld im grossen Stil: Die Somalierin war in der Disco in Rümlang ZH, bei der sie auch letztes Wochenende mit dem Nachbars-Auto hingefahren sind, bestens bekannt. Sie soll dort laut "Blick" Champagner-Magnumflaschen spendiert haben. Wenn die Mädchen nicht mit einem Auto hinfuhren, dann nahmen sie auch schon mal das Taxi.

Bei den beiden Schwestern, die ebenfalls zur Gang gehören, gab es letzten Donnerstagmorgen zudem eine Hausdurchsuchung. Die Polizei beschlagnahmte dabei Luxustaschen, Parfums, Schuhe und einen neuen BMW vor dem Haus, wie "Blick" schreibt. Die beiden Schwestern haben nun ein Verfahren wegen Vermögensdelikt am Hals. Die ältere der beiden sitzt zurzeit in Untersuchungshaft.

Die Kantonspolizei Aargau führt derzeit ein Ermittlungsverfahren durch, weil der Rentner angeblich das Auto freiwillig der 14-Jährigen und ihrer gleichaltrigen Kollegin überlassen haben soll. Dem Rentner drohen bis zu drei Jahre Gefängnis. Der Rentner nahm bisher zu den Vorwürfen nicht Stellung.

Die 14-jährige Somalierin sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Ihre gleichaltrige mazedonische Kollegin ist wieder in ein geschlossenes Heim gebracht worden. (fam)