Dominik Wyss, der Präsident des Vereins Aarau Standortmarketing (VAS), durfte an der Generalversammlung auf ein «gutes Jahr» zurückblicken. Er lobte die «angenehme Zusammenarbeit» mit der Stadt Aarau, die die Arbeit mit einem Beitrag von 300 000 Franken pro Jahr überhaupt erst ermöglicht.

Diese Harmonie war anfänglich nicht gegeben, doch haben sich die Wogen mit neuem Personal an der Spitze geglättet. «Die Bemühungen des Standortmarketings entsprechen heute den Intentionen im Rathaus», betonte Stadtpräsidentin Jolanda Urech. Deshalb habe man den Leistungsvertrag mit dem VAS ohne Bedenken um drei weitere Jahre verlängert.

Das Gesicht nach aussen

Dreh- und Angelpunkt, laut Jolanda Urech «das Gesicht nach aussen», ist und bleibt das Verkehrsbüro aarau info, das im letzten Jahr den neuen Standort im Kaufhaus mitten in der Altstadt bezogen hat. Leiterin Esther Schmid konnte von einem neuen Rekord an Stadtführungen berichten, nahmen doch über 10 000 Personen an 809 begleiteten Rundgängen teil. Zugenommen hat auch die Zahl der Besucher im Schalterraum, im Schnitt beanspruchten im letzten Jahr 60 Nutzer pro Tag die vielfältigen Dienstleistungen.

Auf den Lorbeeren ausruhen will der VAS-Vorstand deshalb aber nicht. Man bemüht sich um eine Erweiterung der Trägerschaft und will auch den «Standortfaktor Sport» (unter anderem mit Fussball, Handball, Eishockey, Basketball oder Pferderennen) koordinierter pflegen. Zur Umsetzung dieser Absicht wählte die Versammlung Thomas Kähr, CEO des HSC Suhr Aarau, neu in den Vorstand. Eingebunden werden soll schliesslich auch der wachsende Bereich der Gastronomie, will sich doch das Standortmarketing um die Gründung eines Branchenverbandes Gastro Aarau bemühen und diesen begleiten.

Freies WLAN-Netz

Ein weiteres Projekt betrifft ein freies WLAN-Netz für die Stadt, das laut Jürg Willi primär kommerziell und touristisch genutzt werden kann. Starten soll das «Innovationsprojekt» bereits am kommenden Maienzug, sofern die nötigen Investoren bis dann gefunden und verpflichtet werden können. Zudem will der Verein laut Marcel Suter im laufenden Jahr eine Dachmarke «Aarauer Märkte» schaffen, um «Synergien und Kompetenzen bei der Organisation und Vermarktung» besser nutzen zu können.

Aktiv mitwirken will der VAS beim Aufbau der Tourismusregion Aargau und bei der Vermarktung der historischen Aargauer Altstädte, eine Idee, die von Aarau aus kam und im kommenden Mai unter Mitwirkung des Kantons zur Gründung einer Interessengemeinschaft führen soll, an der 13 Städte beteiligt sind.