Aarau

100 Jahre Pfadi – 100 Tage Lagerfeuer – schafft die Pfadi Adler das?

Im Jubiläumsjahr will die Pfadi Adler ein Lagerfeuer während 100 Tagen im Schlosspark unterhalten. (Symbolbild)

Im Jubiläumsjahr will die Pfadi Adler ein Lagerfeuer während 100 Tagen im Schlosspark unterhalten. (Symbolbild)

Vielleicht steht ja nichts anderes so sehr für die Jugendorganisation Pfadi wie ein Lagerfeuer. Im Jubiläumsjahr will die Pfadi Adler ein Lagerfeuer während 100 Tagen im Schlosspark unterhalten. Doch das Projekt ist in Gefahr.

Vielleicht steht ja nichts anderes so sehr für die Jugendorganisation Pfadi wie ein Lagerfeuer. Wir Sesshaften treffen uns schon lange nicht mehr abends am Lagerfeuer. Aber zur Pfadi gehört diese Tradition noch heute genauso wie ihre Zelte oder die Pfadikrawatte.

Kein Wunder, hat sich die Abteilung Adler Aarau entschieden, zu ihrem 100-jährigen Bestehen ein Lagerfeuer zu entzünden. Aber nicht etwa nur an einem Abend. Auch nicht irgendwo im Wald. Nein, das Jubiläums-Lagerfeuer soll ab Samstag, 2. März, 100 Tage im Schlosspark neben dem Museum brennen. So lautete jedenfalls ursprünglich der Plan. 10 Ster Holz will der Forstbetrieb Region Aarau dafür spenden.

Doch nun werden die Pfadis unsicher: Finden sie genug Feuerwachen? Gesucht sind immerhin 600 Feuerwach-Schichten à 8 Stunden für jeweils zwei Personen. Das nämlich ist die Bedingung der Stadt Aarau für das Dauer-Lagerfeuer: Es muss immer bewacht werden. Manche Pfadis werden wohl bereit sein, mehr als 8 Stunden zu übernehmen. So will der Aarauer Malermeister Tobias Maurer/Strähl den Tag vor seinem Geburtstag dort verbringen und ganze 24 Stunden vor Ort sein. Aber dennoch könnte es schwierig werden, genug Leute zu finden.

Feuerbewacher gesucht

Die Organisatoren fokussieren sich deshalb nun darauf, das Feuer sicher die ersten zwei Wochen am Knistern zu halten. Alt-Pfadfinder Andres Brändli sagt dazu: «Die Anmeldungen trudeln so zaghaft ein, dass wir uns Sorgen machen.» Gesucht sind aktive und ehemalig Aarauer Pfadis der Abteilung Adler. Anmelden kann man sich unter www.adleraarau.ch/feuer.

Sonst wäre alles tipptopp organisiert: Das Feuer soll in einer grossen Feuerschale brennen, ein Zelt zum Unterstehen steht für die Feuerwache bereit, ein Toitoi für dringende Bedürfnisse, ein Liegebett für die Nachtschichten und ein Feuerlöscher.

Auch fürs Feuer steht ein Dach bereit: Wenn es nämlich regnet, muss das Feuer abgedeckt werden, da die Pfadis gemäss Vorgaben eine starke Rauchentwicklung verhindern müssen. Mit-Organisator Andres Brändli sagt dazu: «Wir entzünden das Lagerfeuer auch zu Ehren des Feuers an sich. Es ist ein Treffpunkt der Geselligkeit, es trocknet unsere Kleider und Schuhe, die Pfadis kochen damit und nicht zuletzt erwärmt ein Lagerfeuer auch innerlich.» Das Lagerfeuer wird am Samstag, 2. März, um 16 Uhr im Schlosspark neben dem Museum Aarau entzündet. Dazu sind Ansprachen geplant. Nach einem Jubiläumssong gibt es auch einen Apéro.» (KUS)

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