Beim Kantonspital Aarau nisten seit langer Zeit Krähen. Seit 50 Jahren übernachtet in den alten, grossen Bäumen in den Monaten Oktober bis März ein Schwarm Rabenkrähen. Und seit zehn Jahren brüten im Frühling jeweils die Saatkrähen. Anfänglich waren es 21 Nester, jetzt sind es 40 (also 80 Saatkrähen).

Einige Leute finden das toll, andere weniger - vor allem wegen des Lärms und des Kots, der auf die Wege fällt. Das KSA versuchte im vergangenen Jahr, durch den Einsatz einer Tierkommunikatorin eine Verbesserung der Situation zu erzielen.

Doch laut Mediensprecherin Andrea Rüegg hat der - einmalige - Einsatz der Tierkommunikatorin keine ausreichende Wirkung gehabt. Deshalb habe der Verwaltungsrat des Kantonsspitals beschlossen, eine 100 Jahre alte Blutbuche direkt beim Haupteingang des Kantonsspitals zu fällen. In ihrer Krone befinden sich besonders viele Nester. Und der Vogelkot fällt direkt auf den Weg darunter.

Eine Demonstration für die Buche

Eine Demonstration für die Buche

Weil zu viele Krähen im Baum vor dem Kantonsspital Aarau nisten, soll der Baum gefällt werden. Doch viele Angestellte hängen an der alten Buche.

Die Angestellten des Kantonsspitals hängen aber sehr am Baum - und an den Krähen. Nachdem im Intranet des Kantonsspitals am Donnerstag kurz vor Mittag die Meldung aufgeschaltet wurde, dass der Baum am Freitag um 16 Uhr gefällt werden sollte, organisierten die Mitarbeitenden flugs eine Demonstration.

"Wir nehmen diese Meinungsäusserung so entgegen", sagt Mediensprecherin Rüegg.

«Wir versuchen, ein sinnvolles Miteinander zu finden»: KSA-Sprecherin Andrea Rüegg über Vogelkot, Klangelemente und die interne Beschwerdestelle.

«Wir versuchen, ein sinnvolles Miteinander zu finden»: Das sagte KSA-Sprecherin Andrea Rüegg Ende März 2017.

(Update folgt)