Aargau

920 Schadensmeldungen: Juni-Unwetter kostet den Aargau Millionen

Weltuntergangs-Stimmung am 22. Juni 2011: Ein Gewitter fegt über den Kanton Aargau (az-Leserbild)

Weltuntergangs-Stimmung am 22. Juni 2011: Ein Gewitter fegt über den Kanton Aargau (az-Leserbild)

Wie aus dem Nichts fegt im Juni ein Sturm und Hagelzug über die Schweiz. Den Aargau trifft es am stärksten. Erst jetzt wird klar: Es war das stärkste und teuerste Unwetter des Jahres. Die Gebäudeversicherung schätzt die Kosten auf 3 Millionen Franken

Sie mögen sich bestimmt erinnern: Am 21. und 22. Juni fegte ein Sturm und Hagelzug über die Schweiz. Am stärksten betroffen war ausgerechnet der Kanton Aargau. Dabei wurde vor allem das Zurzibiet regelrecht verwüstet. Aber auch das Fricktal und die Region Aarau wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Die Auswirkungen des Unwetters werden erst jetzt bekannt: Durch den Sturm und Hagel sind bei der Aargauer Gebäudeversicherung über 920 Schadensmeldungen eingegangen. Und noch immer flattern welche ein. «Wir rechnen damit, dass die Tausender-Marke in den nächsten Tagen überschritten wird», bestätigt Peter Schiller, Leiter der Aargauer Gebäudeversicherung, Recherchen der az Aargauer Zeitung.

Das abendliche Unwetter vom 21. und 22. Juni war bislang das teuerste des laufenden Jahres. Und trotzdem würden solche Stürme und Hagelzüge durchschnittlich zwei bis drei Mal jährlich vorkommen, wie Schiller sagt. «Im letzten Sommer waren wir verwöhnt. Da gabs keinen Einzigen in diesem Ausmass.» Doch in den Jahren zuvor wurden solche Sommer-Unwetter ebenfalls regelmässig registriert.

3 Millionen Franken Schaden

Nun wartet viel Arbeit auf Peter Schiller und sein Team. Jede einzelne der bald 1000 Schadensmeldungen muss nämlich vor Ort besichtigt und untersucht werden. Schliesslich soll keiner den Sturm für Schäden verantwortlich machen können, die gar nicht aufgrund des erwähnten Unwetters entstanden. «Es wird nur der Schaden übernommen, der wirklich auf das Unwetter zurückzuführen ist», so Schiller.

Einen Teil der 920 Schadensmeldungen konnte die Aargauer Gebäudeversicherung bereits abschliessen. «Es handelt sich oftmals um kleine Schäden wie kaputte Storen, verschobene oder vereinzelt zerbrochene Ziegel», sagt Schiller. Trotzdem summieren sich auch solche Schäden. Die Versicherung schätzt die Kosten des Unwetters auf bis zu 3 Millionen Franken. (sha)

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