Wahlen

62 Prozent der az-Leser sind mit dem Ausgang der Wahlen nicht zufrieden

Die Wahlen sind passé, Herr und Frau Schweizer haben gewählt. Doch: 62 Prozent der az-Leser sind nicht zufrieden mit dem Ausgang der Wahlen. Das zeigt eine az-Umfrage.

Die Wahlen waren in diesem Jahr kein grossartiger Erfolg der grössten Parteien: Die SVP, SP, FDP und CVP haben teilweise massiv Stimmen verloren. Insbesondere die SVP litt stark, die 3,6 Prozent einbüsste. Auf der anderen Seite profitierten die jungen politischen Kräfte BDP und Grünliberale: Sie haben je neun Nationalratssitze gewonnen.

Die az wollte in einer Umfrage von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wissen, ob Sie zufrieden sind mit dem Ausgang der Wahlen. Das Resultat ist eher erstaunlich: 62 Prozent der az-Leser, welche an der Umfrage teilgenommen hatten, sind unzufrieden mit dem Ausgang. Nur gerade mal 38 Prozent sind zufrieden.

Weg mit Kernenergie: «Das passt den Aargauern nicht»

Für User «Schlau Meier» aus dem Freiamt ist klar, warum er nicht zufrieden ist: «Acht der 15 gewählten Nationalräte stammen aus dem Bezirk Baden, die restlichen aus fünf weiteren Bezirken, fünf Bezirke gehen leer aus. Als Freiämter ist man da natürlich nicht zufrieden und fühlt sich leicht untervertreten.»

Warum es am Sonntag für die grossen Parteien eine Niederlage absetzte, weiss Leser Hans Stutz. Er schreibt von einer «Protestwahl» – «Schade für die gute Arbeit, die Philipp Müller leistet», schreibt er weiter.

Leserin Ida Giulini analysiert hingegen die CVP-Pleite: «Nicht Esther Egger ist das Problem, sondern die Aussage von Frau Bundesrätin Doris Leuthard, aus der Kernenergie auszusteigen, das passt den Aargauer Wählern nicht. Frau Leuthard hat weder sich noch der CVP damit einen gefallen getan.»

«Mitte muss sich zuerst bestätigen»

Leser Ruedi Marti betrachtet den Wahlausgang etwas nüchtern und weiss schon jetzt: «Nach den Wahlen ist vor den Wahlen. GLP und BDP haben nun vier Jahre Zeit, ihre Wahlversprechen einzulösen. Geht dies bachab, dann sind diese Parteien in vier Jahren so schnell weg vom Fenster, wie nun ihr kometenhafter Aufstieg viele Stimmberechtigte geblendet hat.» (sha)

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