Exklusiv-Analyse
50 Prozent der CVP-Wähler stimmten für Bally, nur 6 Prozent für Roth

Heute Mittwochabend am Parteitag entscheidet die CVP, wen sie für den zweiten Wahlgang empfehlen soll im Kampf um den fünften Regierungssitz. Das Verdikt der CVP-Wähler im ersten Wahlgang war klar, wie eine exklusive Nachbefragung zeigt: BDP-Kandidatin Maya Bally kam an der Basis am besten an, gefolgt von Yvonne Feri (SP); kaum CVP-Stimmen erhielt Franziska Roth (SVP).

Mathias Küng
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Räumte bei der CVP-Basis ab: Maya Bally

Räumte bei der CVP-Basis ab: Maya Bally

Emanuel Freudiger

Derzeit positionieren sich die Parteien für den zweiten Wahlgang. Klar ist erst so viel: Franziska Roth (SVP), Yvonne Feri (SP) und Maya Bally (BDP) treten nochmals an. Feri hat bereits die Unterstützung von SP und Grünen, Bally diejenige von BDP und GLP, Roth diejenige von SVP und FDP.

Von den grossen Parteien fehlt noch der Entscheid der CVP. Dieser fällt heute Abend. Auf wen setzt sie? Oder entscheidet sie sich für Stimmfreigabe? Eine eigene Kandidatur steht nicht mehr zur Diskussion. Ihr eigener Kandidat Markus Dieth (CVP) schaffte die Wahl in den Regierungsrat schon im ersten Wahlgang.

Roth fiel bei der CVP-Basis durch

Doch wie sieht das die CVP-Basis? Eine exklusive Wahlnachbefragung des Zentrum für Demokratie (ZDA) Aarau, des Instituts sotomo und der az, an der 1560 wahlberechtigte Personen aus dem Aargau teilgenommen haben, zeigt jetzt: Die CVP-Wähler verschmähen Franziska Roth. Im ersten Wahlgang schrieben nur 6 Prozent der CVP-Anhängerschaft den Namen der SVP-Kandidatin auf den Stimmzettel. Da kam sogar Robert Obrist von den Grünen mit 15 Prozent noch deutlich besser weg. Auf stattliche 39 Prozent Nennungen bei der CVP kommt SP-Frau Yvonne Feri. Die grosse Abräumerin war bei der CVP-Basis aber Maya Bally mit 49 Prozent Nennungen.

Regierungsrat: Das Ergebnis des 1. Wahlgangs vom 23. Oktober 2016

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AZ