Das Referendum sei zu Stande gekommen, teile das Komitee «Kollektivbestrafung Nein» am Donnerstag mit. Es war von verschiedenen Fanlagern im ganzen Kanton Zürich ergriffen worden. Sie wehren sich dagegen, dass die Regeln «aufgrund einzelner Vorkommnisse» für alle Sportfans verschärft werden. Auch künftig solle es für Sportfans keine «Sonderjustiz» geben. Das Zürcher Kantonsparlament hatte sich am 5. November 2012 klar mit 132 zu 23 Stimmen für den Beitritt zum verschärften Konkordat ausgesprochen.

Strengere Regeln

Zu den Neuerungen gehören etwa eine Bewilligungspflicht für die Veranstalter von Spielen der obersten Liga, Vorschriften für die An- und Rückreise der Fans, Ausweiskontrollen, Körperdurchsuchungen oder ein Rayonverbot.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Spiel abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen werden. Rayonverbote - ein Verbot, ein bestimmtes Gebiet zu betreten - können neu für bis zu drei Jahre ausgesprochen werden. Bisher war es maximal ein Jahr. Schweizweit vereinheitlicht werden die Zugangs- und Personenkontrollen.

Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) hatte sich Anfang 2012 auf die Verschärfungen geeinigt. Laut dem Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) ist das neue Regelwerk ein "Instrumentarium für die Unverbesserlichen".