Altersfreigaben

Der Kanton Zürich löst seine Filmkommission auf

Künftig gibt eine nationale Kommission Altersempfehlungen für Kinofilme ab.

Künftig gibt eine nationale Kommission Altersempfehlungen für Kinofilme ab.

Für den Zutritt zu Kinofilmen sollen künftig die Altersbeschränkungen vereinheitlicht werden. Eine schweizerische Kommission stuft neu die Filme ein. Deshalb löst der Kanton Zürich seine 36-köpfige Filmkommission auf, wie der Regierungsrat mitteilt.

Momentan bestimmt jeder Kanton die Altersvorgaben selber. Für den gleichen Film kann es deshalb zu unterschiedlichen Altersfreigaben kommen. Mit der neuen schweizerischen Kommission Jugendschutz im Film soll nun diese unbefriedigende Situation beendet werden, wie die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren im November 2011 beschlossen hatte.

Die 60-köpfige Kommission stuft alle Filme ein, die in der Schweiz öffentlich vorgeführt werden. Sie stützt sich dabei auf die Entscheide der freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in Deutschland, den Antrag der Filmverleiher oder eigene Einschätzungen.

Kommissionsvorgaben sind Empfehlungen

Die Vorgabe der Kommission habe den Charakter von Empfehlungen, den Entscheid über das Mindest-Zutrittsalter bleibe bei den Kantonen, heisst es weiter. Für den Kanton Zürich bedeutet die Neuerung, dass er die bestehende Filmkommission auflöst. Zuständige Behörde für das Zulassungsalter bleibt die Oberjugendanwaltschaft. Diese kann auch ein anderes Zutrittsalter festlegen.

Die neue kantonale Filmverordnung tritt per 1. Januar 2013 in Kraft. Nach der Filmverordnung soll auch das Zürcher Filmgesetz überarbeitet werden. Der Regierungsrat habe den Auftrag zu dieser Revision bereits erteilt.

Meistgesehen

Artboard 1