Affäre Hildebrand

Christoph Blocher erhält Rückendeckung von der Zürcher SVP

Christoph Blocher

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Es gebe keine Parallelen zum Fall Zuppiger, sagte SVP-Kantonalpräsident Alfred Heer. Nationalrat Blocher müsse auf keinen Fall zurücktreten, noch nicht einmal im Falle einer Verurteilung.

Bei Nationalrat Bruno Zuppiger gehe es um Veruntreuung, sagte Alfred Heer gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Christoph Blocher dagegen habe einen Missstand aufgedeckt. Es sei kein Eigennutzen ersichtlich, eher das Gegenteil. «Es ging darum, die Nationalbank auf den rechten Weg zu bringen», sagte Heer.

Jedem Politiker könne es passieren, dass er einen Hinweis bekommt, der nicht rechtmässig beschafft wurde. Dann müsse man entscheiden, was man damit macht. Kritisch sieht Heer die lang dauernden Ermittlungen. Blocher sei bereits im Januar von der Staatsanwaltschaft befragt worden und es liege ja alles auf dem Tisch.

Parteiabsprache mit Zuppiger

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hatte Anfang Januar gegen den Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger ein Strafverfahren wegen Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung eröffnet. Dabei geht es um eine mutmasslich zweckentfremdete Erbschaft.

Die Zürcher Parteileitung hat mit Zuppiger eine Abmachung getroffen: wird er angeklagt oder gibt es einen Strafbefehl gegen ihn, muss er aus dem Nationalrat zurücktreten. Heer sagte dazu im Februar: «Es wäre das Beste gewesen, wenn er (Zuppiger) bereits bei Bekanntwerden der Strafuntersuchung zurückgetreten wäre.»

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